Filmtagebuch: freeman
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- daemonicus
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Feed

Was ein Trip. Der ultimative Film wider alle Konventionen. Konventionen im Bereich Darstellung von Sex, Gewalt, Bebilderung von Fetischen und dem Verhältnis Jäger Gejagter ... Feed kümmert sich darum einen Scheiß! Obendrauf dann wie die Nackte aus der Torte ein fast schon zu geniales Ende und die wohl hinterfotzigste Schauspielleistung eines scheinbar offensichtlichen Sonnyboytypen, der mit seiner punktgenauen Performance als Bäddie ALLES an die Wand rockt. Dazu eine imo megageniale, hyperenergetische Optik und ein extrem reduzierter, sehr bedrückender Score. Toller Streifen, der das Prädikat unappetitlich verdient wie kein anderer Film zuvor ... Einziger Kritikpunkt: Der Hauptdarsteller war imo das schwächste Glied in der Kette ... Ansonsten: Ein faszinierender Film zum Thema "Menschen" (besser wäre Zivilisationskrüppel) unserer Zeit ...

In diesem Sinne:
freeman

Was ein Trip. Der ultimative Film wider alle Konventionen. Konventionen im Bereich Darstellung von Sex, Gewalt, Bebilderung von Fetischen und dem Verhältnis Jäger Gejagter ... Feed kümmert sich darum einen Scheiß! Obendrauf dann wie die Nackte aus der Torte ein fast schon zu geniales Ende und die wohl hinterfotzigste Schauspielleistung eines scheinbar offensichtlichen Sonnyboytypen, der mit seiner punktgenauen Performance als Bäddie ALLES an die Wand rockt. Dazu eine imo megageniale, hyperenergetische Optik und ein extrem reduzierter, sehr bedrückender Score. Toller Streifen, der das Prädikat unappetitlich verdient wie kein anderer Film zuvor ... Einziger Kritikpunkt: Der Hauptdarsteller war imo das schwächste Glied in der Kette ... Ansonsten: Ein faszinierender Film zum Thema "Menschen" (besser wäre Zivilisationskrüppel) unserer Zeit ...
In diesem Sinne:
freeman

Deep in the Woods:

Optisch hoch interessanter Franzmannhorror auf Rotkäppchens Spuren, der in seiner manirierten, zu theatralisch und bemüht wirkenden Inszenierung sehr schnell sehr öde geriet. So wurden die beiden Full Frontal Auftritte von 2 der 3 recht schnuckeligen Hauptdarstellerinnen zu den einsamen "Höhepunkten".

Imaginary Heroes:

Der Selbstmord des hoffnungsvollsten Sprosses einer nicht mehr wirklich intakten Familie versetzt ihr fast den Todesstoß. Der Vater mutiert zu einer Art Geist, der Sohn stolpert noch zielloser als zuvor durch sein Leben, die Tochter flüchtet nach auswärts und die Mutter durchlebt noch einmal ihre rebellische Phase der 60er Jahre mit vielen Drogen und Stuff ... Doch die Familie überlebt die tragischen Vorkommnisse und wird am Ende eine andere sein, als sie es vor den tragischen Ereignissen war. Nicht perfekt, aber anders ... gereift, gewachsen ...! Der Streifen ist einer jener Filme, von denen man sich im Vorfeld nichts erwartet und die einen dann umso massiver überfahren. Mit einer sehr melancholischen, manchmal schon ans deprimierende grenzenden Grundstimmung nimmt einen der Film sofort gefangen. Dass er einem nicht das Gemüt zerquetscht, verhindert sehr feiner, teils hinterhältig eingewobener Witz und ein grandios aufspielender Cast. Allen voran eine unglaublich präsente und starke Sigourney Weaver. Dazu ein absolut stimmiger Score und eine ruhige und sensible Bebilderung und schon weiß man, dass man hier einem echten Kleinod beiwohnen durfte ...

Im Dutzend Billiger 2:

Joar, harmlose Unterhaltung wie Teil I ... allerdings ohne dessen Esprit und mit erschreckend wenigen, wirklich witzigen Momenten. Und Stefan, was issen mit deiner Hillary Duff los? Hat die Essverbot? Die sieht ja schlimm aus ...

Brick:

Zugegeben, die Idee, einen Highschool Krimi ala Veronica Mars ins Gewand eines postmodernen Film Noirs zu packen ist ungalublich reizvoll und in manchen Szenen brillant umgesetzt (eigentlich fehlte nur ein herrlich nöliger Off Kommentar zur Perfektion) doch spannend und unterhaltend ist dann doch etwas anderes. Teilweise wirkt Brick einfach zu angestrengt und zu aufgesetzt und eigentlich wird er nur durch das geniale Spiel von Joseph Gordon-Levitt gerettet ... Für die Idee und die guten Darsteller (Lukas Haas war ebenfalls spitze!) gibbet noch ...

In diesem Sinne:
freeman

Optisch hoch interessanter Franzmannhorror auf Rotkäppchens Spuren, der in seiner manirierten, zu theatralisch und bemüht wirkenden Inszenierung sehr schnell sehr öde geriet. So wurden die beiden Full Frontal Auftritte von 2 der 3 recht schnuckeligen Hauptdarstellerinnen zu den einsamen "Höhepunkten".
Imaginary Heroes:

Der Selbstmord des hoffnungsvollsten Sprosses einer nicht mehr wirklich intakten Familie versetzt ihr fast den Todesstoß. Der Vater mutiert zu einer Art Geist, der Sohn stolpert noch zielloser als zuvor durch sein Leben, die Tochter flüchtet nach auswärts und die Mutter durchlebt noch einmal ihre rebellische Phase der 60er Jahre mit vielen Drogen und Stuff ... Doch die Familie überlebt die tragischen Vorkommnisse und wird am Ende eine andere sein, als sie es vor den tragischen Ereignissen war. Nicht perfekt, aber anders ... gereift, gewachsen ...! Der Streifen ist einer jener Filme, von denen man sich im Vorfeld nichts erwartet und die einen dann umso massiver überfahren. Mit einer sehr melancholischen, manchmal schon ans deprimierende grenzenden Grundstimmung nimmt einen der Film sofort gefangen. Dass er einem nicht das Gemüt zerquetscht, verhindert sehr feiner, teils hinterhältig eingewobener Witz und ein grandios aufspielender Cast. Allen voran eine unglaublich präsente und starke Sigourney Weaver. Dazu ein absolut stimmiger Score und eine ruhige und sensible Bebilderung und schon weiß man, dass man hier einem echten Kleinod beiwohnen durfte ...
Im Dutzend Billiger 2:

Joar, harmlose Unterhaltung wie Teil I ... allerdings ohne dessen Esprit und mit erschreckend wenigen, wirklich witzigen Momenten. Und Stefan, was issen mit deiner Hillary Duff los? Hat die Essverbot? Die sieht ja schlimm aus ...
Brick:

Zugegeben, die Idee, einen Highschool Krimi ala Veronica Mars ins Gewand eines postmodernen Film Noirs zu packen ist ungalublich reizvoll und in manchen Szenen brillant umgesetzt (eigentlich fehlte nur ein herrlich nöliger Off Kommentar zur Perfektion) doch spannend und unterhaltend ist dann doch etwas anderes. Teilweise wirkt Brick einfach zu angestrengt und zu aufgesetzt und eigentlich wird er nur durch das geniale Spiel von Joseph Gordon-Levitt gerettet ... Für die Idee und die guten Darsteller (Lukas Haas war ebenfalls spitze!) gibbet noch ...
In diesem Sinne:
freeman

Naja, der gute Steve lässt sich halt ziemlich verheizen ... teste mal Shopgirl an ... ist zwar net der gewohnte MArtin aber sehr interessant ... so wie Grand Canyon, da war er ja auch spitze ... auch ohne Gags ...
Eine unbequeme Wahrheit:
Meine unbequeme Wahrheit zu dem Film: Ich bin einfach kein Dokufan ... auch hier wird mir etwas zuviel gewertet. Ist aber nicht verwunderlich, denn Gore hat eine Mission und das merkt man jeder Minute des Filmes an. Interessant fand ich die Versuche, sein Wirken mit seinem Privatleben zu verknüpfen, leider klappte das nur bedingt. Der Vortrag selber war interessant, teils sehr beklemmend und manchmal sogar ein wenig zu trocken, wegen den vielen Charts, nur sind die eben nötig, um die Leute aufzurütteln. Das Problem: Die Doku bleibt zu Amerikalastig. Gore reist doch mit dem Vortrag in der ganzen Welt herum, da muss es doch möglich sein, eine allgemeine Doku zu stemmen? Ich meine, als Europäer bekommt man hier doch sogar den Bauch gestreichelt: Kyoto unterschrieben, effiziente Automobile usw. Die Bösen sind die Amis und irgendwie lehnt man sich als Europäer zurück, schmeisst bei 40 Grad im Schatten die Heizung an, reisst das Fenster auf und sprüht mit Lufterfrischer um sich ... Seltsam ...
Freilich bin ich net unsensibel genug, um nicht anzuerkenne, was er versucht, das Ding ist nur, dass ICH denke, dass wir es längst verbockt haben. Und wenn man bedenkt, dass einige Schwellenländer allmählich an den Punkt kommen, wo wir vor 20 Jahren waren und dementsprechend leben wollen (was steigende Anzahl an Autos pro Kopf zur Folge haben wird, Luxusartikelbestrebungen usw.) scheint es fast schon müßig, dass wir ach so tollen Industrieländer jetzt auf einmal alle die Umwelt schützen wollen. Alles was wir an CO2 Ausstoß verringern werden, werden die neuen Industriemächte auffüllen und was sollen wir machen? Wir können denen doch nicht das Recht nehmen, zu leben wie sie wollen? Immerhin haben wir es ihnen einst vorgemacht ... Derartige Punkte spart Gore leider komplett aus, lieber schulmeistert er ab und zu ein wenig zu sehr ...
Das Ergebnis ist eine wichtige Doku, keine Frage, allerdings eher für den amerikanischen Markt ... und das liegt vor allem an ihrer Aufmachung ...

In diesem Sinne:
freeman
Eine unbequeme Wahrheit:
Meine unbequeme Wahrheit zu dem Film: Ich bin einfach kein Dokufan ... auch hier wird mir etwas zuviel gewertet. Ist aber nicht verwunderlich, denn Gore hat eine Mission und das merkt man jeder Minute des Filmes an. Interessant fand ich die Versuche, sein Wirken mit seinem Privatleben zu verknüpfen, leider klappte das nur bedingt. Der Vortrag selber war interessant, teils sehr beklemmend und manchmal sogar ein wenig zu trocken, wegen den vielen Charts, nur sind die eben nötig, um die Leute aufzurütteln. Das Problem: Die Doku bleibt zu Amerikalastig. Gore reist doch mit dem Vortrag in der ganzen Welt herum, da muss es doch möglich sein, eine allgemeine Doku zu stemmen? Ich meine, als Europäer bekommt man hier doch sogar den Bauch gestreichelt: Kyoto unterschrieben, effiziente Automobile usw. Die Bösen sind die Amis und irgendwie lehnt man sich als Europäer zurück, schmeisst bei 40 Grad im Schatten die Heizung an, reisst das Fenster auf und sprüht mit Lufterfrischer um sich ... Seltsam ...
Freilich bin ich net unsensibel genug, um nicht anzuerkenne, was er versucht, das Ding ist nur, dass ICH denke, dass wir es längst verbockt haben. Und wenn man bedenkt, dass einige Schwellenländer allmählich an den Punkt kommen, wo wir vor 20 Jahren waren und dementsprechend leben wollen (was steigende Anzahl an Autos pro Kopf zur Folge haben wird, Luxusartikelbestrebungen usw.) scheint es fast schon müßig, dass wir ach so tollen Industrieländer jetzt auf einmal alle die Umwelt schützen wollen. Alles was wir an CO2 Ausstoß verringern werden, werden die neuen Industriemächte auffüllen und was sollen wir machen? Wir können denen doch nicht das Recht nehmen, zu leben wie sie wollen? Immerhin haben wir es ihnen einst vorgemacht ... Derartige Punkte spart Gore leider komplett aus, lieber schulmeistert er ab und zu ein wenig zu sehr ...
Das Ergebnis ist eine wichtige Doku, keine Frage, allerdings eher für den amerikanischen Markt ... und das liegt vor allem an ihrer Aufmachung ...
In diesem Sinne:
freeman

Finale:
LOL, das etwas andere Sommermärchen zur FußballWM im 9 1/2 Songs Stil. Heisst: Szenen vom Public Viewing ersetzen die Konzertauftritte in 9 1/2 Songs und zwischendurch wird gerammelt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Den Nummern in dem Film hat man echt jede Erotik ausgetrieben. Gefühle spielen auch keine Rolle ... hauptsache es macht *slapp slapp slapp*. LOL. Wie schlecht. Das Genialste: Die beschämten Blicke der "Schauspieler" in direkt in die Kamera, da sie bei den Public Viewing Einlagen definitiv nicht wussten, wie sie das mit Leben füllen sollten. Lustigerweise verweigert der Regisseur auch jegliche Hilfe. Das Ergebnis ist belangloses, verklemmtes Softcoregerammel auf Laientheaterniveau mit ohne Story ... dafür ein paar ansehnliche Moppen ... Reicht dennoch nur für:

In diesem Sinne:
freeman
LOL, das etwas andere Sommermärchen zur FußballWM im 9 1/2 Songs Stil. Heisst: Szenen vom Public Viewing ersetzen die Konzertauftritte in 9 1/2 Songs und zwischendurch wird gerammelt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Den Nummern in dem Film hat man echt jede Erotik ausgetrieben. Gefühle spielen auch keine Rolle ... hauptsache es macht *slapp slapp slapp*. LOL. Wie schlecht. Das Genialste: Die beschämten Blicke der "Schauspieler" in direkt in die Kamera, da sie bei den Public Viewing Einlagen definitiv nicht wussten, wie sie das mit Leben füllen sollten. Lustigerweise verweigert der Regisseur auch jegliche Hilfe. Das Ergebnis ist belangloses, verklemmtes Softcoregerammel auf Laientheaterniveau mit ohne Story ... dafür ein paar ansehnliche Moppen ... Reicht dennoch nur für:
In diesem Sinne:
freeman

- Sir Jay
- Palmenkicker

- Beiträge: 11994
- Registriert: 12.06.2006, 13:30
- Wohnort: Bei den Pflasterkackern
Zur unbequemen Wahrheit:
Als ich denke, wenn der Gore doch quer durch die Welt reist, und predigt, dass effizientere Autos gefahren werden müssen, werden sich die bisher "technisch benachteiligten" Nationen dann doch auch vllt etwas zurück halten mit ihren Auto Wünschen.
Nen bisschen Wirkung auf alle hat Gores Rede doch sicherlich gehabt ôô
Als ich denke, wenn der Gore doch quer durch die Welt reist, und predigt, dass effizientere Autos gefahren werden müssen, werden sich die bisher "technisch benachteiligten" Nationen dann doch auch vllt etwas zurück halten mit ihren Auto Wünschen.
Nen bisschen Wirkung auf alle hat Gores Rede doch sicherlich gehabt ôô
Ich denke mal, da is viel Wunschdenken dabei ... ich meine, wer greift denn der Umwelt zuliebe wirklich zu nem sparsamen Auto? Wenn bremst uns das Budget ein und sobald man Geld hat, wird wohl jeder den Lambo oder so fahren ;-)
In diesem Sinne:
freeman, der nur Fahrrad fährt ... und Bus ... und Bahn
In diesem Sinne:
freeman, der nur Fahrrad fährt ... und Bus ... und Bahn

Dog Bite Dog:

Pang ist ein Killer aus Kambodscha, der in Hongkong einen Auftrag ausführen soll. Dies gelingt, beim Rückzug tötet er allerdings mit unmenschlicher Kälte den Partner von einem Polizisten. Dieser heftet sich unbarmherzig an Pangs Fersen. Dieser rettet unterdessen die junge Yuen vor ihrem sie vergewaltigenden Vater und beschließt, sie mit nach Kambodscha zu nehmen. So geraten er, Yuen und der Polizist in eine unaufhörliche Spirale der Gewalt, die sich mehr und mehr zuspitzt ... und am Ende verkeilen sich Pang und Polizist ineinander wie zwei tollwütige Hunde!
Zunächst mal: Whaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Was für ein tollwütiger Terrier von einem Film. Der verbeißt sich im Zuschauer und lässt ihn nicht wieder los. Unaufhörlich verschärft er die ausweglose Situation der Protagonisten, lässt sie wieder und wieder scheinbar in einem Höhepunkt kulminieren und in Gewaltausbrüchen der herbsten Sorte entladen, nur um kurz darauf noch eine weitere Steigerung zu finden. Am Ende steht dann ein Finale, dass einen vollkommen erschlagen zurücklässt. Das Ganze wird präsentiert von absolut hervorragenden Darstellern (einer von ihnen ist Knallcharge Sam Lee, der hier wohl die Rolle seines Lebens spielt!), die unglaublich kraftvolle Performances abliefern. Dazu unheilschwangere, apokalyptisch anmutende, gelbgefilterte Horrorbilder urbaner, vollkommen verdreckter Großstädte, ein großartiger, sehr experimenteller Score und ein Sounddesign, so druckvoll und krass, wie man es selten erlebt hat. Beispielsweise werden die Kämpfe von Pang mit den Lauten ineinanderverbissener Hunde unterlegt, so dass man oft anstelle von Schlaggeräuschen kläffene Hunde hört. Und dann die Gewalt im Film. Roh, grobschlächtig und brechend hart, ohne dabei allzu viel zu zeigen. Was schockiert ist die Eiseskälte von Killer Pang, sowie seine unglaublich kompromisslosen Geiselaktionen. Auch sonst ist der Film absolut nicht ohne ... wütend, hart, unglaublich dicht inszeniert und mit Perspektiven und Einstellungen versehen, die es wirklich verstehen, einem den Boden unter den Füßen wegzureißen ...
Bombe, die nichts mit dem sprichwörtlichen Schlag in die Magengrube zu tun hat. Hier wird man in den Magen getreten. Mehrmals! Der Film mag formell und formal nicht perfekt sein, aber er ist es, was seine Wirkung angeht. Imo eines der Gewaltdramen der letzten Jahre. Dafür gibbet hochverdiente:

In diesem Sinne:
freeman

Pang ist ein Killer aus Kambodscha, der in Hongkong einen Auftrag ausführen soll. Dies gelingt, beim Rückzug tötet er allerdings mit unmenschlicher Kälte den Partner von einem Polizisten. Dieser heftet sich unbarmherzig an Pangs Fersen. Dieser rettet unterdessen die junge Yuen vor ihrem sie vergewaltigenden Vater und beschließt, sie mit nach Kambodscha zu nehmen. So geraten er, Yuen und der Polizist in eine unaufhörliche Spirale der Gewalt, die sich mehr und mehr zuspitzt ... und am Ende verkeilen sich Pang und Polizist ineinander wie zwei tollwütige Hunde!
Zunächst mal: Whaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Was für ein tollwütiger Terrier von einem Film. Der verbeißt sich im Zuschauer und lässt ihn nicht wieder los. Unaufhörlich verschärft er die ausweglose Situation der Protagonisten, lässt sie wieder und wieder scheinbar in einem Höhepunkt kulminieren und in Gewaltausbrüchen der herbsten Sorte entladen, nur um kurz darauf noch eine weitere Steigerung zu finden. Am Ende steht dann ein Finale, dass einen vollkommen erschlagen zurücklässt. Das Ganze wird präsentiert von absolut hervorragenden Darstellern (einer von ihnen ist Knallcharge Sam Lee, der hier wohl die Rolle seines Lebens spielt!), die unglaublich kraftvolle Performances abliefern. Dazu unheilschwangere, apokalyptisch anmutende, gelbgefilterte Horrorbilder urbaner, vollkommen verdreckter Großstädte, ein großartiger, sehr experimenteller Score und ein Sounddesign, so druckvoll und krass, wie man es selten erlebt hat. Beispielsweise werden die Kämpfe von Pang mit den Lauten ineinanderverbissener Hunde unterlegt, so dass man oft anstelle von Schlaggeräuschen kläffene Hunde hört. Und dann die Gewalt im Film. Roh, grobschlächtig und brechend hart, ohne dabei allzu viel zu zeigen. Was schockiert ist die Eiseskälte von Killer Pang, sowie seine unglaublich kompromisslosen Geiselaktionen. Auch sonst ist der Film absolut nicht ohne ... wütend, hart, unglaublich dicht inszeniert und mit Perspektiven und Einstellungen versehen, die es wirklich verstehen, einem den Boden unter den Füßen wegzureißen ...
Bombe, die nichts mit dem sprichwörtlichen Schlag in die Magengrube zu tun hat. Hier wird man in den Magen getreten. Mehrmals! Der Film mag formell und formal nicht perfekt sein, aber er ist es, was seine Wirkung angeht. Imo eines der Gewaltdramen der letzten Jahre. Dafür gibbet hochverdiente:

In diesem Sinne:
freeman

- daemonicus
- Action Prolet

- Beiträge: 2433
- Registriert: 01.12.2005, 17:17
- Wohnort: Berlin
Der absolute Burner ... die Legend DVD gibbet auch jetzt schon für nen 10er beim Saturn ... bei Müller hab ich ihn nicht gesehen. Leider habe ich das Gefühl, dass die Scheibe in bildtechnischer Hinsicht definitiv Potential nach oben gehabt hätte. Ab und zu weiß man aber auch nicht, ob es nicht doch Stilmittel sind ... mancher Nachzieheffekt spricht aber dagegen. Leider keine Extras ... Hätte ich mir sicher mal angeguckt ... Aber wie gesagt: Es geht um den Film und der ist nur genial ...
Das Netz 2.0

Stylischer Look, sympathische Hauptdarstellerin, tolle Bilder von good ol' Istanbul und keine Sandra Bullock. Das sind die positiven Punkte an der DTV Fortsetzung zu Das Netz. Negativerweise ist der Film noch haarsträubender konstruiert als der Vorgänger und gibt es haufenweise dämliche Szenen a la: Buthangasbehälter explodiert bei Bodenkontakt, 3 Schüße lassen ein Auto explodieren und die erneut beschworene Allmacht der Computer, die sich in imo megawitzigen Bildfakeaktionen langsam ankündigt und in 3D Virtual Reality Computerinterfaces entlädt. Mit der Realität hat das nichts mehr zu tun. Und damit steht der Film in der Tradition seines Vorgängers und ist imo sogar besser ... Dennoch nur
In diesme Sinne:
freeman
Das Netz 2.0

Stylischer Look, sympathische Hauptdarstellerin, tolle Bilder von good ol' Istanbul und keine Sandra Bullock. Das sind die positiven Punkte an der DTV Fortsetzung zu Das Netz. Negativerweise ist der Film noch haarsträubender konstruiert als der Vorgänger und gibt es haufenweise dämliche Szenen a la: Buthangasbehälter explodiert bei Bodenkontakt, 3 Schüße lassen ein Auto explodieren und die erneut beschworene Allmacht der Computer, die sich in imo megawitzigen Bildfakeaktionen langsam ankündigt und in 3D Virtual Reality Computerinterfaces entlädt. Mit der Realität hat das nichts mehr zu tun. Und damit steht der Film in der Tradition seines Vorgängers und ist imo sogar besser ... Dennoch nur
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