Filmtagebuch: Vince
Moderator: SFI
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Schon wieder ein Spielerfilm, der nicht funktioniert. Diesmal, weil er so unglaublich formelhaft ist, dass man kotzen möchte. Und dann auch noch so glattpoliert dazu... ein Bübchen, das aussieht wie Sebastian Deisler, in der Hauptrolle (den Nerd nimmt man ihm grad noch so ab, nicht aber den Zocker), eine grottenschlechte Kate Bosworth als Love Interest, ein Kevin Spacey auf Sparflamme, dazu leichtfüßige MTV-Optik mit Kamerafahrten über den Black Jack-Tisch und dumme Plottwists, die man schneller vorhersagen kann als die Autoren selbst. Kann unterhaltsam sein, wenn man das alles ausblendet, aber das ist schon ein schweres Stück Arbeit.

Flucht vom Planet der Affen

Der Clou an "Planet der Affen" war ja gerade, dass die Hierarchie von Mensch und Affe umgedreht wurde. Der dritte Teil nun dreht sie wieder um 180 Grad und ist wieder bei 0 angelangt, als das aus den ersten beiden Teilen bekannte Affenpärchen in unsere Welt versetzt wird. Wie das geschieht, ist hanebüchen hoch drei, und gesellschaftskritisch betrachtet hat der Film nicht viel zu bieten. Seinen Reiz bezieht er einzig daraus zu zeigen, wie die liebgewonnenen Schimpansen in unserer Welt reagieren; einen Mehrwert für die Franchise bietet der Film aber nicht wirklich, so herzlich er das auch versucht.


Schon wieder ein Spielerfilm, der nicht funktioniert. Diesmal, weil er so unglaublich formelhaft ist, dass man kotzen möchte. Und dann auch noch so glattpoliert dazu... ein Bübchen, das aussieht wie Sebastian Deisler, in der Hauptrolle (den Nerd nimmt man ihm grad noch so ab, nicht aber den Zocker), eine grottenschlechte Kate Bosworth als Love Interest, ein Kevin Spacey auf Sparflamme, dazu leichtfüßige MTV-Optik mit Kamerafahrten über den Black Jack-Tisch und dumme Plottwists, die man schneller vorhersagen kann als die Autoren selbst. Kann unterhaltsam sein, wenn man das alles ausblendet, aber das ist schon ein schweres Stück Arbeit.
Flucht vom Planet der Affen

Der Clou an "Planet der Affen" war ja gerade, dass die Hierarchie von Mensch und Affe umgedreht wurde. Der dritte Teil nun dreht sie wieder um 180 Grad und ist wieder bei 0 angelangt, als das aus den ersten beiden Teilen bekannte Affenpärchen in unsere Welt versetzt wird. Wie das geschieht, ist hanebüchen hoch drei, und gesellschaftskritisch betrachtet hat der Film nicht viel zu bieten. Seinen Reiz bezieht er einzig daraus zu zeigen, wie die liebgewonnenen Schimpansen in unserer Welt reagieren; einen Mehrwert für die Franchise bietet der Film aber nicht wirklich, so herzlich er das auch versucht.
- daemonicus
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Schlacht um den Planet der Affen

Wie der "Terminator 3" unserer Generation versuchte der vierte Teil der "Planet der Affen"-Franchise, jenen Moment der Revolution in einem Film, den "Point of No Return" und damit einen Augenblick, den man aus den Vorgängern nur vom Hörensagen kannte, zu bebildern - und scheitert in dem gerade mal 80-minütigen Film keineswegs unverhofft. Wie will man den Wendepunkt der Herrschaft einer Spezies in einem Film darstellen, etwas, das nicht in Sekunden, Minuten oder Stunden geschieht, sondern sich langsam anbahnt? Wie schon "Flucht vom Planet der Affen" ist die Grundidee zwar nicht uninteressant, geht aber an der hanebüchenen und mit Unlogik versehenen Umsetzung zugrunde. Zuviel des Guten für diesen Film, der sich ja, wie man der musikalischen Untermalung entnehmen kann, nicht mal mehr so richtig ernst nimmt. Zum Glück, das schwächt den Effekt des Scheiterns immerhin etwas ab.

The Illusionist

Ein edel im otpsichen Super8-Stil aufgemachter Film, der in Sachen Produktionswerte zwar mit dem teureren "Prestige" mithalten kann, nicht jedoch in Sachen Drehbuch. Das gibt sich nämlich so klassisch, dass der vermeintliche Plottwist einfach so verpufft. Als hätte man das nicht eh schon geahnt! Aber der Look ist klasse, die Schauspieler sind es auch und es macht trotz gewisser Vorhersehbarkeiten Spaß zuzuschauen. "Prestige" war natürlich dutzendfach gerissener und einfach eine andere Liga, aber das macht diesen Film hier nicht schlechter.


Wie der "Terminator 3" unserer Generation versuchte der vierte Teil der "Planet der Affen"-Franchise, jenen Moment der Revolution in einem Film, den "Point of No Return" und damit einen Augenblick, den man aus den Vorgängern nur vom Hörensagen kannte, zu bebildern - und scheitert in dem gerade mal 80-minütigen Film keineswegs unverhofft. Wie will man den Wendepunkt der Herrschaft einer Spezies in einem Film darstellen, etwas, das nicht in Sekunden, Minuten oder Stunden geschieht, sondern sich langsam anbahnt? Wie schon "Flucht vom Planet der Affen" ist die Grundidee zwar nicht uninteressant, geht aber an der hanebüchenen und mit Unlogik versehenen Umsetzung zugrunde. Zuviel des Guten für diesen Film, der sich ja, wie man der musikalischen Untermalung entnehmen kann, nicht mal mehr so richtig ernst nimmt. Zum Glück, das schwächt den Effekt des Scheiterns immerhin etwas ab.
The Illusionist

Ein edel im otpsichen Super8-Stil aufgemachter Film, der in Sachen Produktionswerte zwar mit dem teureren "Prestige" mithalten kann, nicht jedoch in Sachen Drehbuch. Das gibt sich nämlich so klassisch, dass der vermeintliche Plottwist einfach so verpufft. Als hätte man das nicht eh schon geahnt! Aber der Look ist klasse, die Schauspieler sind es auch und es macht trotz gewisser Vorhersehbarkeiten Spaß zuzuschauen. "Prestige" war natürlich dutzendfach gerissener und einfach eine andere Liga, aber das macht diesen Film hier nicht schlechter.

Wat hab ich denn davon, wenn Columbia DVDs verkauft? Püh...Sir Jay hat geschrieben:wieso hast du sack sowas wichtiges dann nicht im Review vermerkt...du musst doch potentielle DVD-Käufer anlocken ;)
Ich kenn dich halt gut genug um zu wissen, dass du auf stylishe Haarschnitte stehst. ;)aber moment mal, wie kommst du überhaupt darauf, dass ich drauf stehen würde, wenn Kerle Haar-Akrobatik betreiben?
Unter Kontrolle

Tochter Lynch versucht's mit Papis Produktionshilfe mal wieder und stellt sich soooo dumm gar nicht an. Vielleicht, weil sie recht tief stapelt und sich mit einem minimalistischen Film begnügt, der sich um einen Un- und Überfall auf dem Highway dreht und anschließend mit Befragung von zeugen aufegarbeitet wird. Obwohl die Auflösung der "Rashomon"-artigen Perspektivenanordnung (der Kurosawa-Einfluss wird auch im Making Of betont) schnell herausgefunden ist, die Hälfte des Casts irrsinniges Overacting betreibt und viele Figuren reinste Red Herrings sind (also keine Funktion haben, außer auf die falsche Fährte zu führen), gelingt fast mehr durch Zufall als gewollt im Abgang ein Stück über die Unberechenbarkeit menschlicher Gewalt und das irrationale Moment der Entscheidung. Lässt sich gut gucken, auch wenn man weit davon entfernt ist anzunehmen, dieser Film sei mit dieser Wirkung so im Voraus gedacht gewesen.
- Sir Jay
- Palmenkicker

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- Registriert: 12.06.2006, 13:30
- Wohnort: Bei den Pflasterkackern
Vielleicht stellen die dich noch als Redakteuer ein, der hinten am Cover die Inhaltsangabe verfasst, und noch am Ende so Prahlereien von sich gibt, um den Film für Kunden schmackhaft zu machen.Vince hat geschrieben:Wat hab ich denn davon, wenn Columbia DVDs verkauft? Püh...Sir Jay hat geschrieben:wieso hast du sack sowas wichtiges dann nicht im Review vermerkt...du musst doch potentielle DVD-Käufer anlocken ;)
Ich stelle es mir vor ey, hinten am cover von RE:Degeneration:
"ein atomsphärisch dichtes CGI-Horrorspektakel garniert mit viel Action und einem Leon S. Kennedy, der in wunderschön eingefangenen szenen mit den Fingern durch sein prächtiges Haar kämt..."
Das würde ich SOFORT kaufen!!!
Schlacht um den Planet der Affen

Über alle Maßen hanebüchener Superschrott Deluxe, der Logik und Kausalität der Vorgänger in einem solchen Maße aushebelt, dass davon beinahe schon die Welt explodieren müsste. Unglaubwürdige Charaktere, ein wirres Hin und Her aus Verschwörung unter Menschen, Affen und Mutanten, ein nerviger Affenbub mit typischer Peter-aus-Pippi-Langstrumpf-Besserwisserstimme und superschlechte Affenmasken, denen gegenüber Michael Jacksons Nase ein Meisterwerk der Natur ist. Allerdings gebe ich zu, dass der Film mit den richtigen Erwartungen und dem entsprechenden Promille-Pegel genossen durchaus ein kleines Meisterwerk des Science Fiction-Trashs sein kann.

Art of Revenge

Zugegeben, ich wollte auch schon draufschlagen, als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, weil es langsam annervt, dass jeder zweite Thriller aus Asien sich an die gute alte Racheformel hängt, seitdem irgendwann mal "Oldboy" aufgetaucht ist.
Abgesehen davon, dass die zwei Stunden unter dem Strich äußerst wirr anmuten, einiges an Leerlauf herrscht und nicht immer klar ist, was womit bezweckt wird, möchte ich mich dann aber doch nicht den Hasstiraden anschließen, die man so vernehmen kann; dafür sind die Produktionswerte zu hoch und einzelne Szenen zu herausragend. Im Finale kommt dann noch ein ziemlich brutales und spektakuläres Gemetzel dazu. Schlecht und unoriginell erzählt ist es, aber die Schauwerte stimmen trotzdem...


Über alle Maßen hanebüchener Superschrott Deluxe, der Logik und Kausalität der Vorgänger in einem solchen Maße aushebelt, dass davon beinahe schon die Welt explodieren müsste. Unglaubwürdige Charaktere, ein wirres Hin und Her aus Verschwörung unter Menschen, Affen und Mutanten, ein nerviger Affenbub mit typischer Peter-aus-Pippi-Langstrumpf-Besserwisserstimme und superschlechte Affenmasken, denen gegenüber Michael Jacksons Nase ein Meisterwerk der Natur ist. Allerdings gebe ich zu, dass der Film mit den richtigen Erwartungen und dem entsprechenden Promille-Pegel genossen durchaus ein kleines Meisterwerk des Science Fiction-Trashs sein kann.
Art of Revenge

Zugegeben, ich wollte auch schon draufschlagen, als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, weil es langsam annervt, dass jeder zweite Thriller aus Asien sich an die gute alte Racheformel hängt, seitdem irgendwann mal "Oldboy" aufgetaucht ist.
Abgesehen davon, dass die zwei Stunden unter dem Strich äußerst wirr anmuten, einiges an Leerlauf herrscht und nicht immer klar ist, was womit bezweckt wird, möchte ich mich dann aber doch nicht den Hasstiraden anschließen, die man so vernehmen kann; dafür sind die Produktionswerte zu hoch und einzelne Szenen zu herausragend. Im Finale kommt dann noch ein ziemlich brutales und spektakuläres Gemetzel dazu. Schlecht und unoriginell erzählt ist es, aber die Schauwerte stimmen trotzdem...
Das hat mir beim ersten Mal gucken echt die Luft genommen, zumal man nach dem etwas seltsamen Verlauf des Filmes nicht auf solch ein rabiates Ende schließen konnte ... Würde ihn letztendlich vielleicht einen Punkt stärker sehen und viel des Oldboy Gelabers geht definitiv auch auf die Splendidkappe, die mir allgemein ein wenig zu schnell sind mit Vergleichen ...Im Finale kommt dann noch ein ziemlich brutales und spektakuläres Gemetzel dazu.
In diesem Sinne:
freeman

Futurama - Leela und die Enzyklopoden

Review @ the Narren

An American Crime

Wirkungs- und intensitätstechnisch ein markerschütterndes Drama mit einer schleichenden Hinführung zum Terror, die es erreicht, dass das Unvorstellbare wie aus dem Nichts entsteht. Allerdings begnügt sich der Film damit, fassungslos den Kopf zu schütteln und den Zuschauer zum Mitschütteln zu bringen, was ihm zweifellos gelingt; nicht gelingt es ihm, selbst Analyse zu betreiben: wie konnte es dazu kommen (war wirklich nur die soziale Lage und die temporäre Überforderung der Mutter schuld?) und was kann man aus dem Verbrechen ziehen? Auf derartige Fragen gibt "An American Crime" bloß ein Schulterzucken preis.
Und dennoch, die Fassungslosigkeit bleibt. Fantastisch gespielt.

Kitchen

Schön unkonventionelles Liebesdrama. Da soll das Buch zwar besser sein, aber auch dem Film gelingen ein paar nette Einblicke. Garantiert nix für 08/15-RomCom-Gucker. Timo, Finger weg!
[/b]

Review @ the Narren
An American Crime

Wirkungs- und intensitätstechnisch ein markerschütterndes Drama mit einer schleichenden Hinführung zum Terror, die es erreicht, dass das Unvorstellbare wie aus dem Nichts entsteht. Allerdings begnügt sich der Film damit, fassungslos den Kopf zu schütteln und den Zuschauer zum Mitschütteln zu bringen, was ihm zweifellos gelingt; nicht gelingt es ihm, selbst Analyse zu betreiben: wie konnte es dazu kommen (war wirklich nur die soziale Lage und die temporäre Überforderung der Mutter schuld?) und was kann man aus dem Verbrechen ziehen? Auf derartige Fragen gibt "An American Crime" bloß ein Schulterzucken preis.
Und dennoch, die Fassungslosigkeit bleibt. Fantastisch gespielt.
Kitchen

Schön unkonventionelles Liebesdrama. Da soll das Buch zwar besser sein, aber auch dem Film gelingen ein paar nette Einblicke. Garantiert nix für 08/15-RomCom-Gucker. Timo, Finger weg!
[/b]Jetzt musst Du Dir noch "the Girl next Door" ansehen...Vince hat geschrieben:An American Crime
Wirkungs- und intensitätstechnisch ein markerschütterndes Drama mit einer schleichenden Hinführung zum Terror, die es erreicht, dass das Unvorstellbare wie aus dem Nichts entsteht. Allerdings begnügt sich der Film damit, fassungslos den Kopf zu schütteln und den Zuschauer zum Mitschütteln zu bringen, was ihm zweifellos gelingt; nicht gelingt es ihm, selbst Analyse zu betreiben: wie konnte es dazu kommen (war wirklich nur die soziale Lage und die temporäre Überforderung der Mutter schuld?) und was kann man aus dem Verbrechen ziehen? Auf derartige Fragen gibt "An American Crime" bloß ein Schulterzucken preis.
Und dennoch, die Fassungslosigkeit bleibt. Fantastisch gespielt.
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Das glaube ich gar nicht mal - ist aber gewiss interessant, eine etwas fiktivere Aufarbeitung des Falles zu sehen. Bei mir ist es ja umgekehrt: "American Crime" liegt hier noch zum Schauen bereit, den anderen hatte ich ja (gerade als Jack ketchum Fan) zuerst gsechaut...Vince hat geschrieben:Jip, hab schon gehört, dass der noch böser sein soll...
http://www.liquid-love.de/forum/viewtopic.php?t=7548
The Cottage

Der etwas bessere "Severance". Die Dialoge und Charaktere der beiden Hauptfiguren (u.a. ein sehr erträglicher, richtig grimmiger Andy Serkis) inkl. weibliches Kidnapping-Opfer haben die Qualitäten einer leicht überdurchschnittlichen Dänenkomödie à la "In China essen sie Hunde 2", und das ist doch schon mal was. Dazu nettes Backwoodflair, einige passable Zitate und Anspielungen, und das reicht auch schon für einen nie langweilig werdenden Horror-Comedy-Streifen, auch wenn er das Rad nicht neu erfindet.

Into the Wild

Herausragend fotografiert. Eventuell noch recht gute Schauspielerleistungen, obwohl ich persönlich mit Emile Hirschs Naturburschendarstellung nix anfangen konnte. Dazu eine Erzählstruktur, die die recht üppige Laufzeit von immerhin 140 Minuten durchweg interessant hält, weil nicht ein quälend langer, chronologischer Weg eingeschlagen wird, sondern auch mal was in der Zeit gesprungen wird, was Abwechslung bringt (den Bus vom Cover, der als Endziel fungiert, sieht man im Film zB. schon nach wenigen Minuten).
Das ist eigentlich fast schon alles, was man Sean Penns jüngster Regiearbeit positiv abgewinnen kann.
Negativ ist es, wie naiv Penn das Leben des "Aussteigers" romantisiert. Da kommt der übliche Zaunpfahl von wegen "Eltern überhäufen Sohn mit teuren Sachen aber Sohn will doch bloß geliebt werden"; da wird Hirschs Figur zum sympathischen Outlaw ausgebaut; da schneidet Penn allen Ernstes immer wieder Szenen rein, wo man sieht, wie Hirsch seinen "Gürtel enger schnallt" - wortwörtlich, tatsächlich zupft der da an seinem Gürtel herum und schnallt ihn enger. LOL! Also, so gut der Film auch aussieht, es ist mir ein absolutes Rätsel, wie der so viel Anerkennung ernten konnte.
, mit Gnade vor Recht.

Der etwas bessere "Severance". Die Dialoge und Charaktere der beiden Hauptfiguren (u.a. ein sehr erträglicher, richtig grimmiger Andy Serkis) inkl. weibliches Kidnapping-Opfer haben die Qualitäten einer leicht überdurchschnittlichen Dänenkomödie à la "In China essen sie Hunde 2", und das ist doch schon mal was. Dazu nettes Backwoodflair, einige passable Zitate und Anspielungen, und das reicht auch schon für einen nie langweilig werdenden Horror-Comedy-Streifen, auch wenn er das Rad nicht neu erfindet.
Into the Wild

Herausragend fotografiert. Eventuell noch recht gute Schauspielerleistungen, obwohl ich persönlich mit Emile Hirschs Naturburschendarstellung nix anfangen konnte. Dazu eine Erzählstruktur, die die recht üppige Laufzeit von immerhin 140 Minuten durchweg interessant hält, weil nicht ein quälend langer, chronologischer Weg eingeschlagen wird, sondern auch mal was in der Zeit gesprungen wird, was Abwechslung bringt (den Bus vom Cover, der als Endziel fungiert, sieht man im Film zB. schon nach wenigen Minuten).
Das ist eigentlich fast schon alles, was man Sean Penns jüngster Regiearbeit positiv abgewinnen kann.
Negativ ist es, wie naiv Penn das Leben des "Aussteigers" romantisiert. Da kommt der übliche Zaunpfahl von wegen "Eltern überhäufen Sohn mit teuren Sachen aber Sohn will doch bloß geliebt werden"; da wird Hirschs Figur zum sympathischen Outlaw ausgebaut; da schneidet Penn allen Ernstes immer wieder Szenen rein, wo man sieht, wie Hirsch seinen "Gürtel enger schnallt" - wortwörtlich, tatsächlich zupft der da an seinem Gürtel herum und schnallt ihn enger. LOL! Also, so gut der Film auch aussieht, es ist mir ein absolutes Rätsel, wie der so viel Anerkennung ernten konnte.
Botched - Total verkackt

LOL na das war doch mal wieder ein richtig feiner Spaßfilm. Auch wenn's wirr und nichtssagend beginnt. Dann aber! Eine Hoteletage in Russland voller Blutspuren und ein wahnsinniger Ivan der Schreckliche, der tanzend und messerschwingend durch die Gänge hüpft und Leute metzelt. Herausragend der Hebel, der zu Discosounds und Lichteffekten eine Falle aus dem Boden hebelt und aufspießt, was gerade auf ihm steht. Dazu eine flotte Regie, garniert mit feinen Einfällen (das der Hauptfigur folgende Fade Out in Gucklochform, wie aus 1920er-Jahre-Stummfilmen zB.), für ne FSK16-Freigabe reichlich Funsplatter und ein chargierender Stephen Dorff. Wenn man keine Phobie gegen russischen Akzent hat: Tipp!


LOL na das war doch mal wieder ein richtig feiner Spaßfilm. Auch wenn's wirr und nichtssagend beginnt. Dann aber! Eine Hoteletage in Russland voller Blutspuren und ein wahnsinniger Ivan der Schreckliche, der tanzend und messerschwingend durch die Gänge hüpft und Leute metzelt. Herausragend der Hebel, der zu Discosounds und Lichteffekten eine Falle aus dem Boden hebelt und aufspießt, was gerade auf ihm steht. Dazu eine flotte Regie, garniert mit feinen Einfällen (das der Hauptfigur folgende Fade Out in Gucklochform, wie aus 1920er-Jahre-Stummfilmen zB.), für ne FSK16-Freigabe reichlich Funsplatter und ein chargierender Stephen Dorff. Wenn man keine Phobie gegen russischen Akzent hat: Tipp!

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