Filmtagebuch: Vince
Moderator: SFI
Deine Zeit ist um

Zunächst irreführend aufgezogener Thriller vor Kriegshintergrund, der politisch zu werden ankündigt, sich dann aber überraschend in ein ruhiges Versteckspiel verwandelt, das in dem Spannungsfeld zwischen dem militärischen Oberst (Anthony Quinn) und dem Exil-Revolutionär (Gregory Peck) aber zunehmend fesselnder wird. So führt der Film zwar mitunter etwas in die Irre, die großen Momente kann man aber nicht leugnen.

Dread

Wie bei allen Verfilmungen der "Bücher des Blues"-Kurzgeschichten aus der Feder Clive Barkers muss "Dread" seine Handlung natürlich strecken, um abendfüllend sein zu können, allerdings stellt sich diese Verfilmung dabei gar nicht mal so ungeschickt an; die zusätzlich eingefügten Nebenfiguren machen allesamt Sinn und übertreffen die ursprünglichen Charaktere der Kurzgeschichte in Sachen Konfliktpotenzial teilweise sogar und außerdem wird ein ganz fieser Twist aus dem Hut gezaubert, der zwar nicht ganz mit dem Charakterprofil von Hauptfigur Quaid zu vereinbaren ist, der seine Wirkung aber trotzdem nicht verfehlt. Obwohl also rein drehbuchtechnisch der Film noch geschickter daherkommt als die Vorlage, kann er deren Tiefe dennoch nicht ganz erreichen, denn was Angst eigentlich ist und wie man sie bebildern muss, darauf findet "Dread" keine konsequente Lösung.

Planet 51

Erstaunlich amüsanter Animationsfilm mit ebenso erstaunlich toller Animation, die vor allem in Sachen Beleuchtung (insbesondere bei den tollen Dämmerlichtsequenzen) ihre Klasse ausspielt. Anfangs weiß die Umkehrung der Alien-Invasions-Mechanismen zu begeistern, auch wenn dieses Mittel vor allem bei antirassistischen Darstellungen (weißer Rassist wacht eines Tages plötzlich als Schwarzer auf; gesehen u.a. in "Twilight Zone") schon relativ alt ist. Über volle Distanz erfreuen Bezüge zu den 50er Jahren sowie diverse Anspielungen auf das Science Fiction-Genre. Mit der Zeit geht leider die Puste flöten, während die Handlung sich mehr und mehr in Actionablenkung verliert, aber der sympathische Gesamteindruck rettet sich über die Ziellinie.

Veronica Mars - Season 3

Schwere Enttäuschung zum Abschluss. An sich ist es ja lobenswert und nur konsequent, dass die Serie das gewohnte Terrain verlässt und sich nun auf dem College wiederfindet; auch, dass überflüssig gewordene Charaktere einfach rausgeschrieben und Platz für neue gemacht werden. Der Figurenfluss in "Veronica Mars" ist ohnehin ein beispielhafter. leider mundet das "wie" nicht mehr; teilweise geht das Eliminieren von Charakteren so plump vonstatten, dass man sich an ein Kleinkind erinnert fühlt, das mit einem Schlag eine Legoburg bis auf die Grundmauern niederreißt und dabei doof grinst. Auch überschlagen sich die Ereignisse derart, dass man sich fragen muss, ob Mrs. Mars das Pech an den Hacken klebt - eine überzeugende rote Linie dagegen, so wie sie in der zweiten Staffel der Busunfall und vor allem in der ersten Staffel der "Twin Peaks"-ähnliche Mord an einer Schülerin bot, so etwas sucht man vergebens. Zwischendrin wird die Beziehung zwischen Veronica und Logan auch noch zum lustigen Ping Pong-Spiel, das man irgendwann einfach nicht mehr ernst nehmen kann - obwohl vielleicht gerade das ein Ausdruck des echten Lebens ist.
Der Ausblick auf die nicht mehr gedrehte vierte Staffel beim FBI zeugt derweil von weiterer Konsequenz; ob das allerdings in der Praxis wirklich funktioniert hätte, bleibt in den Sternen.


Zunächst irreführend aufgezogener Thriller vor Kriegshintergrund, der politisch zu werden ankündigt, sich dann aber überraschend in ein ruhiges Versteckspiel verwandelt, das in dem Spannungsfeld zwischen dem militärischen Oberst (Anthony Quinn) und dem Exil-Revolutionär (Gregory Peck) aber zunehmend fesselnder wird. So führt der Film zwar mitunter etwas in die Irre, die großen Momente kann man aber nicht leugnen.

Dread

Wie bei allen Verfilmungen der "Bücher des Blues"-Kurzgeschichten aus der Feder Clive Barkers muss "Dread" seine Handlung natürlich strecken, um abendfüllend sein zu können, allerdings stellt sich diese Verfilmung dabei gar nicht mal so ungeschickt an; die zusätzlich eingefügten Nebenfiguren machen allesamt Sinn und übertreffen die ursprünglichen Charaktere der Kurzgeschichte in Sachen Konfliktpotenzial teilweise sogar und außerdem wird ein ganz fieser Twist aus dem Hut gezaubert, der zwar nicht ganz mit dem Charakterprofil von Hauptfigur Quaid zu vereinbaren ist, der seine Wirkung aber trotzdem nicht verfehlt. Obwohl also rein drehbuchtechnisch der Film noch geschickter daherkommt als die Vorlage, kann er deren Tiefe dennoch nicht ganz erreichen, denn was Angst eigentlich ist und wie man sie bebildern muss, darauf findet "Dread" keine konsequente Lösung.
Planet 51

Erstaunlich amüsanter Animationsfilm mit ebenso erstaunlich toller Animation, die vor allem in Sachen Beleuchtung (insbesondere bei den tollen Dämmerlichtsequenzen) ihre Klasse ausspielt. Anfangs weiß die Umkehrung der Alien-Invasions-Mechanismen zu begeistern, auch wenn dieses Mittel vor allem bei antirassistischen Darstellungen (weißer Rassist wacht eines Tages plötzlich als Schwarzer auf; gesehen u.a. in "Twilight Zone") schon relativ alt ist. Über volle Distanz erfreuen Bezüge zu den 50er Jahren sowie diverse Anspielungen auf das Science Fiction-Genre. Mit der Zeit geht leider die Puste flöten, während die Handlung sich mehr und mehr in Actionablenkung verliert, aber der sympathische Gesamteindruck rettet sich über die Ziellinie.

Veronica Mars - Season 3

Schwere Enttäuschung zum Abschluss. An sich ist es ja lobenswert und nur konsequent, dass die Serie das gewohnte Terrain verlässt und sich nun auf dem College wiederfindet; auch, dass überflüssig gewordene Charaktere einfach rausgeschrieben und Platz für neue gemacht werden. Der Figurenfluss in "Veronica Mars" ist ohnehin ein beispielhafter. leider mundet das "wie" nicht mehr; teilweise geht das Eliminieren von Charakteren so plump vonstatten, dass man sich an ein Kleinkind erinnert fühlt, das mit einem Schlag eine Legoburg bis auf die Grundmauern niederreißt und dabei doof grinst. Auch überschlagen sich die Ereignisse derart, dass man sich fragen muss, ob Mrs. Mars das Pech an den Hacken klebt - eine überzeugende rote Linie dagegen, so wie sie in der zweiten Staffel der Busunfall und vor allem in der ersten Staffel der "Twin Peaks"-ähnliche Mord an einer Schülerin bot, so etwas sucht man vergebens. Zwischendrin wird die Beziehung zwischen Veronica und Logan auch noch zum lustigen Ping Pong-Spiel, das man irgendwann einfach nicht mehr ernst nehmen kann - obwohl vielleicht gerade das ein Ausdruck des echten Lebens ist.
Der Ausblick auf die nicht mehr gedrehte vierte Staffel beim FBI zeugt derweil von weiterer Konsequenz; ob das allerdings in der Praxis wirklich funktioniert hätte, bleibt in den Sternen.
Ich find alle drei Seasons toll, natürlich ist die erste schlicht und einfach die allerbeste, die dritte lässt etwas nach, da man eben gegen sinkende Ratings vorgehen sollte/wollte/musste. Deshalb keine großen Bögen mehr, zwei Hauptfälle in der Staffel, damit auch der Gelegenheitsseher besser mitkommt.
Staffel vier sollte dann ein Restart in anderer Form werden, aber nach dem Ausblick muss ich sagen: Gut, dass es bei drei Staffeln blieb, denn mal ganz ehrlich, das was dann kommen sollte, hätte mit dem "Veronica Mars", das ich kenne und liebe, wohl nur noch teilweise etwas gemeinsam gehabt.
Staffel vier sollte dann ein Restart in anderer Form werden, aber nach dem Ausblick muss ich sagen: Gut, dass es bei drei Staffeln blieb, denn mal ganz ehrlich, das was dann kommen sollte, hätte mit dem "Veronica Mars", das ich kenne und liebe, wohl nur noch teilweise etwas gemeinsam gehabt.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Sherlock Holmes

Weniger gibt das Thema Holmes Guy Ritchie neue Impulse als vielmehr umgekehrt, denn die deduktive Vorgehensweise des altehrwürdigen Detektivs ist in Ritchies Welt keineswegs eine fremde Variable. Umgekehrt lüftet Ritchie die staubigen Melonen kräftig durch und macht einen flotten Unterhaltungsfilm draus, bei dem selbst Jude Law sich mal als richtige Partybombe entlarvt. Die Schnitzeljagd durch das viktorianische London ist leider alles in allem etwas zu lang und im Verlauf seiner Geschichte zu gewöhnlich geworden, eine Steigerung gegenüber dem ähnlich redundanten, aber langweiligeren "Rock n Rolla" ist es aber durchaus.

Cabin Fever 2

Gut, Ti West hat dermaßen rumgestümpert, dass sich Lionsgate dazu veranlasst sah, selbst noch Hand an das Endresultat zu legen, aber es sind gerade diese Unzulänglichkeiten, die "Cabin Fever 2" zu einem der authentischsten Erzeugnisse der Pulp-, Trash- und Exploitationwelle machen, denn hier ist die Inkompetenz endlich mal wieder nicht gespielt, sondern real. Abgesehen vom Opener und dem Ice Ages "Scrat" in Sachen Appearance nicht unähnlich auftauchenden Giuseppe Andrews, der mit seiner Polizistenrolle das Glück des Dummen ziemlich überzeugend zum Besten gibt, erinnert nichts mehr an Eli Roths Indieerfolg; vielmehr erwählt "Cabin Fever 2" das Prom Night-Thema zur Ausschlachtung und tatsächlich wird eine brauchbare Verunstaltung insbesondere von de Palmas "Carrie" draus, gemischt mit ein wenig "Night of the Creeps". Schlechter Geschmack wird zuhauf bewiesen, der Ekelfaktor ist recht hoch und der Schnitt unglaublich schwachsinnig, so sehr, dass vieles gar keinen Sinn macht. Und aus dieser Mischung entwickelt der Film einen ganz eigenen Charme, den zumindest Hartgesottene und Allesfresser zu schätzen wissen dürften.

Flucht in Ketten

Bei aller Konstruiertheit - ist das ein großartiger Film! Eine filmisch betrachtet schlichtweg perfekt funktionierende Konstellation, gebettet auf eine hochspannende Jäger-und-Gejagter-Handlung, gespickt mit teils geschrieben wirkenden, trotzdem grandiosen Dialogen und einer so latenten Darstellung von Rassismus, dass gewisse Wendungen in der Handlung unheimlich auf den Magen schlagen.

Family Guy - Season 6

Schon mal gut: die Gesangseinlagen haben abgenommen. Ansonsten das alte Lied: sicherlich sehr witziger Simpsons-Trittbrettfahrer mit deutlich mehr postmoderner Konsequenz als die "Gelben", dafür allerdings der alles entscheidenden Schwäche, einfach keine Geschichte erzählen zu können. Jede Folge wirkt wie eine Ansammlung von absurden Situationen und kaum ist eine vorbei, kann man nicht mehr sagen, wovon sie gehandelt hat. Daraus resultierend wird der Witz schon immer derber und reißt teilweise allerletzte Grenzen ein (Stichwort inzestuöse Andeutungen), ob das dem großen Problem der Serie allerdings den Garaus macht, darf bezweifelt werden. Trotzdem immer wieder lustig, aber nur auf englisch.


Weniger gibt das Thema Holmes Guy Ritchie neue Impulse als vielmehr umgekehrt, denn die deduktive Vorgehensweise des altehrwürdigen Detektivs ist in Ritchies Welt keineswegs eine fremde Variable. Umgekehrt lüftet Ritchie die staubigen Melonen kräftig durch und macht einen flotten Unterhaltungsfilm draus, bei dem selbst Jude Law sich mal als richtige Partybombe entlarvt. Die Schnitzeljagd durch das viktorianische London ist leider alles in allem etwas zu lang und im Verlauf seiner Geschichte zu gewöhnlich geworden, eine Steigerung gegenüber dem ähnlich redundanten, aber langweiligeren "Rock n Rolla" ist es aber durchaus.
Cabin Fever 2

Gut, Ti West hat dermaßen rumgestümpert, dass sich Lionsgate dazu veranlasst sah, selbst noch Hand an das Endresultat zu legen, aber es sind gerade diese Unzulänglichkeiten, die "Cabin Fever 2" zu einem der authentischsten Erzeugnisse der Pulp-, Trash- und Exploitationwelle machen, denn hier ist die Inkompetenz endlich mal wieder nicht gespielt, sondern real. Abgesehen vom Opener und dem Ice Ages "Scrat" in Sachen Appearance nicht unähnlich auftauchenden Giuseppe Andrews, der mit seiner Polizistenrolle das Glück des Dummen ziemlich überzeugend zum Besten gibt, erinnert nichts mehr an Eli Roths Indieerfolg; vielmehr erwählt "Cabin Fever 2" das Prom Night-Thema zur Ausschlachtung und tatsächlich wird eine brauchbare Verunstaltung insbesondere von de Palmas "Carrie" draus, gemischt mit ein wenig "Night of the Creeps". Schlechter Geschmack wird zuhauf bewiesen, der Ekelfaktor ist recht hoch und der Schnitt unglaublich schwachsinnig, so sehr, dass vieles gar keinen Sinn macht. Und aus dieser Mischung entwickelt der Film einen ganz eigenen Charme, den zumindest Hartgesottene und Allesfresser zu schätzen wissen dürften.
Flucht in Ketten

Bei aller Konstruiertheit - ist das ein großartiger Film! Eine filmisch betrachtet schlichtweg perfekt funktionierende Konstellation, gebettet auf eine hochspannende Jäger-und-Gejagter-Handlung, gespickt mit teils geschrieben wirkenden, trotzdem grandiosen Dialogen und einer so latenten Darstellung von Rassismus, dass gewisse Wendungen in der Handlung unheimlich auf den Magen schlagen.
Family Guy - Season 6

Schon mal gut: die Gesangseinlagen haben abgenommen. Ansonsten das alte Lied: sicherlich sehr witziger Simpsons-Trittbrettfahrer mit deutlich mehr postmoderner Konsequenz als die "Gelben", dafür allerdings der alles entscheidenden Schwäche, einfach keine Geschichte erzählen zu können. Jede Folge wirkt wie eine Ansammlung von absurden Situationen und kaum ist eine vorbei, kann man nicht mehr sagen, wovon sie gehandelt hat. Daraus resultierend wird der Witz schon immer derber und reißt teilweise allerletzte Grenzen ein (Stichwort inzestuöse Andeutungen), ob das dem großen Problem der Serie allerdings den Garaus macht, darf bezweifelt werden. Trotzdem immer wieder lustig, aber nur auf englisch.
Da du dich im GF ja recht rar gemacht hast, melde ich mich mal hier in deinem "Filmtagebuch"-Thread.
Grund ist vor allem deine Einschätzung zu "Cabin Fever 2" - endlich einmal hat mit dir einer derjenigen OFDb-User, deren Filmgeschmack/-wissen und Reviews ich schätze, den Film nicht komplett verrissen. Wie du korrekt erkannt hast, ist der Film gerade in seinem unbewusst zur Schau gestellten Dilettantismus ein Unikat aus der modernen Horrorwelle. Trotz oder gerade wegen seiner klaren Schwächen rockt "Cabin Fever 2" vor allem in der ersten Hälfte und ist IMO auch besser als Eli Roths Vorgänger. Dieses typische "Abschlussball"-Feeling (k.A. wie ich das anders beschreiben soll) aus amerikanischen 80er-Horrorfilmen trifft Ti West auf jeden Fall perfekt und erweist sich damit erneut als Experte für trashigen Retro-Horror der unterhaltsamen Sorte.
Btw: Bewerte doch mal bitte deine gesehen Filme wieder in der OFDb. *g* Muss doch anhand deiner letzten Bewertungen immer mal wieder schauen, was sich so lohnt.
Grund ist vor allem deine Einschätzung zu "Cabin Fever 2" - endlich einmal hat mit dir einer derjenigen OFDb-User, deren Filmgeschmack/-wissen und Reviews ich schätze, den Film nicht komplett verrissen. Wie du korrekt erkannt hast, ist der Film gerade in seinem unbewusst zur Schau gestellten Dilettantismus ein Unikat aus der modernen Horrorwelle. Trotz oder gerade wegen seiner klaren Schwächen rockt "Cabin Fever 2" vor allem in der ersten Hälfte und ist IMO auch besser als Eli Roths Vorgänger. Dieses typische "Abschlussball"-Feeling (k.A. wie ich das anders beschreiben soll) aus amerikanischen 80er-Horrorfilmen trifft Ti West auf jeden Fall perfekt und erweist sich damit erneut als Experte für trashigen Retro-Horror der unterhaltsamen Sorte.
Btw: Bewerte doch mal bitte deine gesehen Filme wieder in der OFDb. *g* Muss doch anhand deiner letzten Bewertungen immer mal wieder schauen, was sich so lohnt.
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Ich fand CF2 auch nicht so mies wie alle sagen, er reicht zwar nicht an den vorgänger ran ist aber unterhaltsam. Der Deputy aus Teil 1 ist aber noch das schrägste,
Spoiler anfang er weiß genau was da los ist versucht dem Virus zu entkommen aber am Schluß sagt er zu der blutverschmierten Tussie als sie vor dem Auto steht los spring reinSpoiler ende

"And shepherds we shall be, for Thee, my Lord, for Thee. Power hath descended forth from
Thy hand.That our feet may swiftly carry out Thy command. So we shall flow a river forth
to Thee, and teeming with souls shall it ever be. In nomine Patri Et Filii.Spiritus Sancti"
Bei mir hat "CF2" (auch) nicht wirklich zünden können. Nach dem Kinobesuch hatte ich (glaub ich) so ne "gute 4/10" gezückt, während der Vorgänger ne "glatte 8/10" bekam... 
Nachtrag...die Begründung von damals:
Nachtrag...die Begründung von damals:
Einigermaßen unterhaltsames (inhaltlich nahtlos an den ersten Teil anschließendes) Sequel von Ti West, das in erster Linie eine Menge Geschmacklosigkeiten und Körperflüssigkeiten jeglicher Art aufbietet – dabei aber leider in keinerlei Belangen an Eli Roth´s (imo gelungen) Vorgänger heranreicht. Mäßiger (billig-blutig-ekliger) Fun-Splatter der „amerikanischen Art“– also nicht so wie diese ganzen britischen Flicks der letzten Zeit (á la „Doghouse“), sondern in der Tradition solcher Werke wie „2001 Maniacs“. Angesichts der niedrigen Erwartungen sowie im Rahmen des Fantasy-Filmfests hatte ich meinen Spaß – objektiv reicht der Film aber wohl nur für eine 4/10
Welch Ehre.MäcFly hat geschrieben:Da du dich im GF ja recht rar gemacht hast, melde ich mich mal hier in deinem "Filmtagebuch"-Thread.
Grund ist vor allem deine Einschätzung zu "Cabin Fever 2" - endlich einmal hat mit dir einer derjenigen OFDb-User, deren Filmgeschmack/-wissen und Reviews ich schätze, den Film nicht komplett verrissen. Wie du korrekt erkannt hast, ist der Film gerade in seinem unbewusst zur Schau gestellten Dilettantismus ein Unikat aus der modernen Horrorwelle. Trotz oder gerade wegen seiner klaren Schwächen rockt "Cabin Fever 2" vor allem in der ersten Hälfte und ist IMO auch besser als Eli Roths Vorgänger. Dieses typische "Abschlussball"-Feeling (k.A. wie ich das anders beschreiben soll) aus amerikanischen 80er-Horrorfilmen trifft Ti West auf jeden Fall perfekt und erweist sich damit erneut als Experte für trashigen Retro-Horror der unterhaltsamen Sorte.
Btw: Bewerte doch mal bitte deine gesehen Filme wieder in der OFDb. *g* Muss doch anhand deiner letzten Bewertungen immer mal wieder schauen, was sich so lohnt.
Ausgerechnet zu Cabin Fever 2 hatte ich btw. sogar mal wieder ne Kritik geplant eventuell (weiß ich aber noch nicht). Wundert mich nämlich auch, dass der so einhellig verrissen wird. Copfkiller (oder wie auch immer er sich inzwischen nennt) hatte ihn glaub ich noch recht positiv bewertet, aber ansonsten...
Im gf lese ich btw. immer noch mit, nur mit der Aktivität ist das so eine Sache... gilt aber nicht nur fürs gf, sondern für so gut wie alle Communities. Sogar hier bin ich weniger als früher...
Life On Mars - Season 1

Für die 8 Folgen hab ich ungefähr 5 Monate gebraucht - Zeichen meines Kampfes mit den 70ern, mit denen ich irgendwie meistens auf Kriegsfuß stehe. Diese Schlaghosen, diese Sepiafarben... ich komme trotzdem nicht umhin, die Stärken der Serie anzuerkennen, von der ich auch wegen ihres blöden Titels (ja ich weiß, ist ne Anspielung auf einen Song... trotzdem blöder Titel) nicht besonders viel erwartet habe. Der Mysteryanteil ist durchschaubar, das aber auch mit Absicht; im Vordergrund stehen Forensik und Analysemethoden der Polizei aus den 70ern, mit denen die 30 Jahre klügere Hauptfigur konfrontiert wird. Es schmuggeln sich leider ein paar Stereotypen in die Charakterzeichnung, und das auch an sehr wichtigen Stellen, aber originell gestrickt ist das trotzdem und besonders in der Mischung von bitterem Ernst und schwarzem Humor sehenswert. Das Ende hebt das Niveau dann sogar noch mal ein wenig.

Battlestar Galactica (Miniserie)

Vielversprechende EInleitung zur TV-Serie, die mit einer komplex und spannend wirkenden Storyline für die nachfolgende Serie wirbt. Dazu eine für das SciFi-Genre erfrischende Handkameraoptik, die vollkommen aufgeht und selbst mir als Raumschiffmuffel den Appetit auf Sternenkreuzer anregt. Nervig fällt allerdings das Zylonenweib im roten Kleid aus dem Rahmen, eine unfreiwillige Karikatur der "Red Lady" aus "Matrix".
(knapp)
Centurion

Sehr simpel gestricktes Hunting Movie, das selbstzweckhaft brutal ist und sich selbstgefällig in Herr-der-Ringe-Landscape-Shots suhlt. Bleibt immerzu an der Oberfläche und zeigt hier ebenso wie der Hauptdarsteller ein Gesicht ohne Profil. Der Versuch, mit der Tiefe der Schnitte in Römerleiber unter diese Oberfläche zu dringen, bleibt erfolglos. Zum einmaligen Konsum brauchbar, aber eine einzelne erstaunlich gut funktionierende Olga Kurylenko reicht da nicht aus.

Pandorum

So oder so ähnlich könnte eine mittelmäßige bis leicht überdurchschnittliche Verfilmung von "Dead Space" aussehen - das weist auf eine - im Gegensatz zum naheliegenden Vergleichsobjekt "Event Horizon" - nur minimal ins Psychologische gehende Inszenierung hin, die eher ein ziemlich fleischliches Run-and-Hide-Spiel ansteuert. "Pitch Black" lässt auch grüßen, sowohl bezüglich der zweckgemeinschaftlichen Gruppendynamik als auch bezüglich des Ausblicks auf einen zweiten Teil, der wohl wesentlich epischer ausfallen würde. Ebenso wie "Pitch Black" ist "Pandorum" auch dem dreckigen Minimalismus verpflichtet, der nichts neu erfindet, aber bewährte Zutaten geschickt aufwärmt.


Für die 8 Folgen hab ich ungefähr 5 Monate gebraucht - Zeichen meines Kampfes mit den 70ern, mit denen ich irgendwie meistens auf Kriegsfuß stehe. Diese Schlaghosen, diese Sepiafarben... ich komme trotzdem nicht umhin, die Stärken der Serie anzuerkennen, von der ich auch wegen ihres blöden Titels (ja ich weiß, ist ne Anspielung auf einen Song... trotzdem blöder Titel) nicht besonders viel erwartet habe. Der Mysteryanteil ist durchschaubar, das aber auch mit Absicht; im Vordergrund stehen Forensik und Analysemethoden der Polizei aus den 70ern, mit denen die 30 Jahre klügere Hauptfigur konfrontiert wird. Es schmuggeln sich leider ein paar Stereotypen in die Charakterzeichnung, und das auch an sehr wichtigen Stellen, aber originell gestrickt ist das trotzdem und besonders in der Mischung von bitterem Ernst und schwarzem Humor sehenswert. Das Ende hebt das Niveau dann sogar noch mal ein wenig.

Battlestar Galactica (Miniserie)

Vielversprechende EInleitung zur TV-Serie, die mit einer komplex und spannend wirkenden Storyline für die nachfolgende Serie wirbt. Dazu eine für das SciFi-Genre erfrischende Handkameraoptik, die vollkommen aufgeht und selbst mir als Raumschiffmuffel den Appetit auf Sternenkreuzer anregt. Nervig fällt allerdings das Zylonenweib im roten Kleid aus dem Rahmen, eine unfreiwillige Karikatur der "Red Lady" aus "Matrix".
Centurion

Sehr simpel gestricktes Hunting Movie, das selbstzweckhaft brutal ist und sich selbstgefällig in Herr-der-Ringe-Landscape-Shots suhlt. Bleibt immerzu an der Oberfläche und zeigt hier ebenso wie der Hauptdarsteller ein Gesicht ohne Profil. Der Versuch, mit der Tiefe der Schnitte in Römerleiber unter diese Oberfläche zu dringen, bleibt erfolglos. Zum einmaligen Konsum brauchbar, aber eine einzelne erstaunlich gut funktionierende Olga Kurylenko reicht da nicht aus.
Pandorum

So oder so ähnlich könnte eine mittelmäßige bis leicht überdurchschnittliche Verfilmung von "Dead Space" aussehen - das weist auf eine - im Gegensatz zum naheliegenden Vergleichsobjekt "Event Horizon" - nur minimal ins Psychologische gehende Inszenierung hin, die eher ein ziemlich fleischliches Run-and-Hide-Spiel ansteuert. "Pitch Black" lässt auch grüßen, sowohl bezüglich der zweckgemeinschaftlichen Gruppendynamik als auch bezüglich des Ausblicks auf einen zweiten Teil, der wohl wesentlich epischer ausfallen würde. Ebenso wie "Pitch Black" ist "Pandorum" auch dem dreckigen Minimalismus verpflichtet, der nichts neu erfindet, aber bewährte Zutaten geschickt aufwärmt.
Mamma Mia!

Musicalfilme werde ich wahrscheinlich immer hassen, ABBA derweil respektiere ich, weil sie erstaunlich vielseitige Songs geschrieben haben, kann sie aber nicht ertragen, weil sie sich so penetrant im Gehörgang festkleben. Trotzdem muss man zugeben, dass die hier gefeierte, völlig unkitschige, fiebrige Party richtig schön inszeniert wurde und die Lebensfreude allen Beteiligten richtig anzumerken ist. Die Songs der Schweden werden intelligent in den Plot eingebunden, den Plot einer etwas besseren romantischen Komödie, die aber durch das ungewöhnliche Songkonstrukt und die scheinbare Echtheit des Spaßes der Schauspieler auf ein höheres Niveau gehoben wird.

Paranormal Activity

Die Spinne, traditionelles Symbol des Horrorfilms und der Phantastik, ist in diesem Film nur noch ein Störenfried, der in einer Szene auf der Toilette auftaucht. Das untermauert, wie modern "Paranormal Activity" das Fürchten lehrt. Mit nichts in der Hand arbeitet der Film hocheffizient ein klassisches Gruselthema auf und setzt es dank Handkamera in einen realistischen Kontext, was natürlich nach "Blair Witch" & Co. nichts Neues mehr ist, selten aber so intensiv umgesetzt wurde. Als Reaktion auf die zurückliegende Splatter- und Torture-Welle könnten ab sofort blutleere Spannungsfilme wieder auf Kurs kommen.

Eins, zwei, drei

Hysterische Komödie von Billy Wilder, die so nah an ihrer Zeit ist, dass sie damals zwangsläufig scheitern musste. Die Figuren übertreiben damalige Gegebenheiten derart unangenehm, dass man wohl nicht anders konnte als einen Film zu begraben, der so viel mehr kann, als sein unbekannter Name suggerieren würde. Wohl dem, der ihn heute ausgräbt, auch wenn die AUfgedrehtheit der Comedy nach heutigen Sehgewohnheiten gewöhnungsbedürftig ist.

Defendor

Nicht die Superheldenparodie, die man aufgrund des Covers vermuten würde, sondern dank Woody Harrelson eine mehr als nur liebenswerte Studie über einen potenziell Verrückten, der sich selbst zwanghaft Probleme bereitet. Geradliniger Verlauf mit vielen witzigen Momenten und einem tragischen Auslauf der Geschehnisse. EInige Nebenrollen bleiben zu flach, aber Harrelson ist mit seiner Darstellung, die Mitleid und Sympathie wie selten erzeugt, Garant für einen wundervollen Filmabend.


Musicalfilme werde ich wahrscheinlich immer hassen, ABBA derweil respektiere ich, weil sie erstaunlich vielseitige Songs geschrieben haben, kann sie aber nicht ertragen, weil sie sich so penetrant im Gehörgang festkleben. Trotzdem muss man zugeben, dass die hier gefeierte, völlig unkitschige, fiebrige Party richtig schön inszeniert wurde und die Lebensfreude allen Beteiligten richtig anzumerken ist. Die Songs der Schweden werden intelligent in den Plot eingebunden, den Plot einer etwas besseren romantischen Komödie, die aber durch das ungewöhnliche Songkonstrukt und die scheinbare Echtheit des Spaßes der Schauspieler auf ein höheres Niveau gehoben wird.

Paranormal Activity

Die Spinne, traditionelles Symbol des Horrorfilms und der Phantastik, ist in diesem Film nur noch ein Störenfried, der in einer Szene auf der Toilette auftaucht. Das untermauert, wie modern "Paranormal Activity" das Fürchten lehrt. Mit nichts in der Hand arbeitet der Film hocheffizient ein klassisches Gruselthema auf und setzt es dank Handkamera in einen realistischen Kontext, was natürlich nach "Blair Witch" & Co. nichts Neues mehr ist, selten aber so intensiv umgesetzt wurde. Als Reaktion auf die zurückliegende Splatter- und Torture-Welle könnten ab sofort blutleere Spannungsfilme wieder auf Kurs kommen.
Eins, zwei, drei

Hysterische Komödie von Billy Wilder, die so nah an ihrer Zeit ist, dass sie damals zwangsläufig scheitern musste. Die Figuren übertreiben damalige Gegebenheiten derart unangenehm, dass man wohl nicht anders konnte als einen Film zu begraben, der so viel mehr kann, als sein unbekannter Name suggerieren würde. Wohl dem, der ihn heute ausgräbt, auch wenn die AUfgedrehtheit der Comedy nach heutigen Sehgewohnheiten gewöhnungsbedürftig ist.

Defendor

Nicht die Superheldenparodie, die man aufgrund des Covers vermuten würde, sondern dank Woody Harrelson eine mehr als nur liebenswerte Studie über einen potenziell Verrückten, der sich selbst zwanghaft Probleme bereitet. Geradliniger Verlauf mit vielen witzigen Momenten und einem tragischen Auslauf der Geschehnisse. EInige Nebenrollen bleiben zu flach, aber Harrelson ist mit seiner Darstellung, die Mitleid und Sympathie wie selten erzeugt, Garant für einen wundervollen Filmabend.

- Sir Jay
- Palmenkicker

- Beiträge: 11994
- Registriert: 12.06.2006, 13:30
- Wohnort: Bei den Pflasterkackern
welches Ende bevorzugst du?Vince hat geschrieben:
Paranormal Activity
Die Spinne, traditionelles Symbol des Horrorfilms und der Phantastik, ist in diesem Film nur noch ein Störenfried, der in einer Szene auf der Toilette auftaucht. Das untermauert, wie modern "Paranormal Activity" das Fürchten lehrt. Mit nichts in der Hand arbeitet der Film hocheffizient ein klassisches Gruselthema auf und setzt es dank Handkamera in einen realistischen Kontext, was natürlich nach "Blair Witch" & Co. nichts Neues mehr ist, selten aber so intensiv umgesetzt wurde. Als Reaktion auf die zurückliegende Splatter- und Torture-Welle könnten ab sofort blutleere Spannungsfilme wieder auf Kurs kommen.
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Ich kann mich jetzt gerade nicht erinnern, aber wurde zu Beginn des Hypes damit rumposaunt, dass das ganze angeblich echt gewesen sein soll, eben wie bei blair witch project?
Es gab da glaube ich so ein YouTube Video was faktisch ein Trailer war & von dem alle glaubten der sei real.Sir Jay hat geschrieben:Ich kann mich jetzt gerade nicht erinnern, aber wurde zu Beginn des Hypes damit rumposaunt, dass das ganze angeblich echt gewesen sein soll, eben wie bei blair witch project?
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note
Zum Thema Red Lady: Die wird in der Serie selbst noch viel mehr nerven!
Die letzte Wahl - Vom Ende des politischen Urteils
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
Die haben beide ihre Vor- und Nachteile, aber unter dem Strich finde ich das alternative Ende zwar einerseits unspekakulärer, andererseits aber runder und weniger aufgesetzt.Sir Jay hat geschrieben:
welches Ende bevorzugst du?
Moon

Ich hätte ihn mir surrealer vorgestellt, aber in seiner traditionellen Anlehnung an die Science Fiction-Filme der 70er Jahre hat "Moon" neben seinen zahlreichen Sympathiewerten - das geringe Budget und der verhältnismäßig edle Look sowie ein Sam Rockwell, der entgegen aller Unkenrufe diesen Film ganz alleine zu tragen imstande ist - vor allem einen Alleinstellungsbonus zu verbuchen, denn kein anderer aktueller Film ist so wie "Moon". Packende Mono- und Dialoge, hervorragende Stimmung und das erschreckende Einfangen der Einsamkeit machen das Kammerspiel auf dem Mond zu einem Must See.
Orphan

Ein etwas zu lang geratener Psychohorrorfilm aus dem Subgenre "Kinder". Die Länge rüttelt nicht an der Spannung, denn die bleibt trotz der zwei Stunden aufrecht; mehr an der inneren Logik, die nach einem gelungenen Aufbau in der ersten Stunde in Bruchteile zu zerfallen droht, bevor ein ziemlich gewagter Twist ein neues Element in die Handlung bringt. So kommt es, dass aus dem zuerst perfekt durchkomponierten Film sich etwas Zerfasertes anbahnt, das aber dann doch noch von einem Brachialfinale aufgesogen wird. Der Gesamteindruck ist dadurch zwiespältig, seine markerschütternden Momente hat "Orphan" aber ohne jeden Zweifel.
The Descent 2

Also da hat man sich aber doch einiges zurechtlegen müssen, um nahtlos an das Original anknüpfen zu können. Es ist ein Witz, dass die jute Frau, die den ersten Teil überlebte, nun dazu gezwungen wird, wieder mitzukommen - und dass bei der ersten problematischen Situation der Satz "wir hätten sie nie mitnehmen dürfen" kommt, erst recht.
Ansonsten ein solides Sequel, das die oberflächlichen Stärken von "The Descent" wieder aufgreift und schön ausarbeitet. Insbesondere klaustrophobisch Veranlagte kriegen wieder ein paar nette Szenen geliefert. Den intelligenten Subtext aus Neil Marshalls Film kriegt die Fortsetzung zwar nicht gebacken, aber immerhin wird auch gleich ironisch darauf verwiesen, dass das nicht der Fall ist und wohl auch nicht Anliegen war.

Bis das Blut gefriert

Schande, man sollte es sich eigentlich verbieten, Remakes zu gucken, bevor man die Originale gesehen hat. Ok, "Das Geisterschloss" hab ich vor 10 oder 11 Jahren das erste Mal gesehen, da mach ich mir dann keinen Vorwurf, aber leider pendelte die (ziemlich schlechte) Neuverfilmung von Jan de Bont die ganze Zeit vor meinem inneren Auge und verhagelte mir den ungeteilten Genuss des britischen Gruselhausklassikers. Dabei ist der doch so klasse - man sieht NICHTS und trotzdem wird in den unbehaglichen Gemäuern eine Menge Stimmung freigesetzt, die mit Schatten, Winkeln und vor allem vielen Soundeffekten arbeitet, begleitet von den Monologen der Hauptdarstellerin, die praktisch alles zur Hälfte aus ihrer Perspektive geschehen lassen.
,5
Die vierte Art
Es ist ein aller Ehren wertes Experiment geworden, aber schon die erste Szene, in der Milla Jovovich als Schauspielerin vorstellt, macht jegliche Spannung zunichte, die man den ganzen Film über mühsam durch dramatische Musik, angstverzerrte Gesichter und und angebliche Originaldokuaufnahmen zu erhalten versucht. Vergeblich: "die vierte Art" ist ungefähr so spannend wie Fussel zwischen den Zehen, was auch daran liegt, dass die gewählte Erzähltechnik einfach nicht funktioniert. Man sieht teilweise in einer Splitscreen die Originalaufnahmen und das geschauspielerte Pendant gleichzeitig und man denkt sich nur: wollten die damit jetzt zeigen, wie toll die Schauspieler das nachspielen? Die Pseudo-Authentizität macht das Ganze paradoxerweise so gestellt, dass man gar nicht an den Figuren dran ist und einen folglich alles kalt lässt.
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Also da hat man sich aber doch einiges zurechtlegen müssen, um nahtlos an das Original anknüpfen zu können. Es ist ein Witz, dass die jute Frau, die den ersten Teil überlebte, nun dazu gezwungen wird, wieder mitzukommen - und dass bei der ersten problematischen Situation der Satz "wir hätten sie nie mitnehmen dürfen" kommt, erst recht.
Ansonsten ein solides Sequel, das die oberflächlichen Stärken von "The Descent" wieder aufgreift und schön ausarbeitet. Insbesondere klaustrophobisch Veranlagte kriegen wieder ein paar nette Szenen geliefert. Den intelligenten Subtext aus Neil Marshalls Film kriegt die Fortsetzung zwar nicht gebacken, aber immerhin wird auch gleich ironisch darauf verwiesen, dass das nicht der Fall ist und wohl auch nicht Anliegen war.
Bis das Blut gefriert

Schande, man sollte es sich eigentlich verbieten, Remakes zu gucken, bevor man die Originale gesehen hat. Ok, "Das Geisterschloss" hab ich vor 10 oder 11 Jahren das erste Mal gesehen, da mach ich mir dann keinen Vorwurf, aber leider pendelte die (ziemlich schlechte) Neuverfilmung von Jan de Bont die ganze Zeit vor meinem inneren Auge und verhagelte mir den ungeteilten Genuss des britischen Gruselhausklassikers. Dabei ist der doch so klasse - man sieht NICHTS und trotzdem wird in den unbehaglichen Gemäuern eine Menge Stimmung freigesetzt, die mit Schatten, Winkeln und vor allem vielen Soundeffekten arbeitet, begleitet von den Monologen der Hauptdarstellerin, die praktisch alles zur Hälfte aus ihrer Perspektive geschehen lassen.
Die vierte Art
Es ist ein aller Ehren wertes Experiment geworden, aber schon die erste Szene, in der Milla Jovovich als Schauspielerin vorstellt, macht jegliche Spannung zunichte, die man den ganzen Film über mühsam durch dramatische Musik, angstverzerrte Gesichter und und angebliche Originaldokuaufnahmen zu erhalten versucht. Vergeblich: "die vierte Art" ist ungefähr so spannend wie Fussel zwischen den Zehen, was auch daran liegt, dass die gewählte Erzähltechnik einfach nicht funktioniert. Man sieht teilweise in einer Splitscreen die Originalaufnahmen und das geschauspielerte Pendant gleichzeitig und man denkt sich nur: wollten die damit jetzt zeigen, wie toll die Schauspieler das nachspielen? Die Pseudo-Authentizität macht das Ganze paradoxerweise so gestellt, dass man gar nicht an den Figuren dran ist und einen folglich alles kalt lässt.
Drachenzähmen leicht gemacht

Eine unglaublich knuddelige Darstellung von Drachen, die alleine das Geld wert sind. Dazu Animationen auf der Höhe der Zeit, die sich vor allem in der Darstellung von Wasser und Feuer austoben dürfen. Zum Glück hat's solche Vorzüge, denn der Rest ist Stangenware: ein langweiliges und vorhersehbares Drehbuch, ungelenkes Design der Wikinger und fehlende Tiefe an jeder Ecke - macht in der Summe leider einen nur durchschnittlichen Animationsfilm. Nochmal: zum Glück sind da die knuddeligen Drachen...

Die Vorahnung

Die Bullock mag ich ja eigentlich, ihre Filme allerdings eher selten. Hier quält sie sich nun durch ein bieder inszeniertes Formelkonstrukt, bei dem höchstens die Prämisse halbwegs interessant ist. Sämtliche Andeutungen innerhalb des Films kommen alles andere als gewitzt daher, deswegen bleibt auch die Spannung auf der Strecke. Die Höhe ist dann das witzlose Ende: erst macht es überhaupt keinen Sinn, dann ist es schrecklich klischeehaft.
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Eine unglaublich knuddelige Darstellung von Drachen, die alleine das Geld wert sind. Dazu Animationen auf der Höhe der Zeit, die sich vor allem in der Darstellung von Wasser und Feuer austoben dürfen. Zum Glück hat's solche Vorzüge, denn der Rest ist Stangenware: ein langweiliges und vorhersehbares Drehbuch, ungelenkes Design der Wikinger und fehlende Tiefe an jeder Ecke - macht in der Summe leider einen nur durchschnittlichen Animationsfilm. Nochmal: zum Glück sind da die knuddeligen Drachen...
Die Vorahnung

Die Bullock mag ich ja eigentlich, ihre Filme allerdings eher selten. Hier quält sie sich nun durch ein bieder inszeniertes Formelkonstrukt, bei dem höchstens die Prämisse halbwegs interessant ist. Sämtliche Andeutungen innerhalb des Films kommen alles andere als gewitzt daher, deswegen bleibt auch die Spannung auf der Strecke. Die Höhe ist dann das witzlose Ende: erst macht es überhaupt keinen Sinn, dann ist es schrecklich klischeehaft.
South Park - Season 13

Man hat sich inzwischen wohl zu sehr dran gewöhnt. Wirklich umhauen kann South Park nach 13 Staffeln nicht mehr. Allmählich macht sich die Simpsons-Problematik breit, die ja bei South Park auch schon persifliert wurde - es ist bereits alles gesagt worden. So wiederholen sich die Storylines (zB. böses Disney-Imperium) und man kennt seine Pappenheimer halt, weshalb die Reaktionen der Figuren langsam auch vorhersehbar werden Trotzdem immer noch witzig und teilweise noch mit den alten Momenten, in denen die Geniestreiche aufblitzen.

Die Schöne und das Biest

War der erste Kinofilm, den ich je im Kino gesehen habe. Jetzt erstmals nach all den Jahren wiedergesehen. Auf BluRay, in bestechender Bildqualität. Man hätte vom Fernseher essen wollen, so sauber war der Transfer.
Im Gegensatz zu "Dumbo", den ich vor ca. 2 Jahren unter ähnlichen Umständen wiederentdeckt hatte, hat "Die Schöne und das Biest" sich aber nicht so makellos über die Zeit gerettet: teils konstruierter Plot (der "Gefangenenaustausch" ist da in erster Linie zu nennen), eher schwache, teils nichtssagende Musikstücke, ein wenig Leerlauf und eine generelle Altersmüdigkeit des Disneykonzerns fallen auf und werden allenfalls von einem hervorragend gestalteten und figurentechnisch ausgereiften Biest aufgefangen, das dem Film natürlich seinen Stempel aufdrückt als frische, moderne Variante eines "Frankenstein" oder "Elefantenmenschen". Dazu wundervolle Animationen und teils düstere Atmosphäre, die dazu gemacht ist, sich in den dunkler gewordenen Abendstunden in der Sesseldecke zu verkriechen.
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Man hat sich inzwischen wohl zu sehr dran gewöhnt. Wirklich umhauen kann South Park nach 13 Staffeln nicht mehr. Allmählich macht sich die Simpsons-Problematik breit, die ja bei South Park auch schon persifliert wurde - es ist bereits alles gesagt worden. So wiederholen sich die Storylines (zB. böses Disney-Imperium) und man kennt seine Pappenheimer halt, weshalb die Reaktionen der Figuren langsam auch vorhersehbar werden Trotzdem immer noch witzig und teilweise noch mit den alten Momenten, in denen die Geniestreiche aufblitzen.

Die Schöne und das Biest

War der erste Kinofilm, den ich je im Kino gesehen habe. Jetzt erstmals nach all den Jahren wiedergesehen. Auf BluRay, in bestechender Bildqualität. Man hätte vom Fernseher essen wollen, so sauber war der Transfer.
Im Gegensatz zu "Dumbo", den ich vor ca. 2 Jahren unter ähnlichen Umständen wiederentdeckt hatte, hat "Die Schöne und das Biest" sich aber nicht so makellos über die Zeit gerettet: teils konstruierter Plot (der "Gefangenenaustausch" ist da in erster Linie zu nennen), eher schwache, teils nichtssagende Musikstücke, ein wenig Leerlauf und eine generelle Altersmüdigkeit des Disneykonzerns fallen auf und werden allenfalls von einem hervorragend gestalteten und figurentechnisch ausgereiften Biest aufgefangen, das dem Film natürlich seinen Stempel aufdrückt als frische, moderne Variante eines "Frankenstein" oder "Elefantenmenschen". Dazu wundervolle Animationen und teils düstere Atmosphäre, die dazu gemacht ist, sich in den dunkler gewordenen Abendstunden in der Sesseldecke zu verkriechen.
- Sir Jay
- Palmenkicker

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- Registriert: 12.06.2006, 13:30
- Wohnort: Bei den Pflasterkackern
was war das für eine Folge? "Das gabs schon bei den Simpsons" wars, wenn ich mich recht erinnere nicht.Vince hat geschrieben:Allmählich macht sich die Simpsons-Problematik breit, die ja bei South Park auch schon persifliert wurde -
und zu Disney:
was kommt als nächstes? Aladdin und König der Löwen? ist als Blu Ray mit DTS Ton sicher mega
"South Park" hatte ich schon nach drei Staffeln im Free TV über - faktisch ist es doch so: kennt man eine Staffel kennt man alle , da der Humor (so schön böse er auch ist) relativ einfach gestrickt ist bzw nach dem gleichen Muster abläuft.
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note
Wieso nicht? Steht doch schon im Titel drinne. ;)Sir Jay hat geschrieben:was war das für eine Folge? "Das gabs schon bei den Simpsons" wars, wenn ich mich recht erinnere nicht.Vince hat geschrieben:Allmählich macht sich die Simpsons-Problematik breit, die ja bei South Park auch schon persifliert wurde -
und zu Disney:
was kommt als nächstes? Aladdin und König der Löwen? ist als Blu Ray mit DTS Ton sicher mega
Als nächstes kommen Bernhard & Bianca, Robin Hood (den ich als Kind ca. 10036 Mal gesehen habe, immer, wenn ich zu Besuch bei meiner Tante war, die nur dieses Video hatte), Aristocats und Pocahontas - die hat meine Freundin in einem Wahn aus Nostalgie zusammen mit der Schönen und dem Biest in die Amazonbestellung gepackt. König der Löwen müsste ja eigentlich auch mal sein, ich glaub den hab ich noch nie richtig gesehen...
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