Nispel präsentiert uns Conan als aggressiven Sadisten, dem nach der ersten Hälfte Loyalität angelabert wird, der die feministische Nonne im Handumdrehen für sich gewinnt, sich an den Mördern seines Volkes rächt und irgendwas mit einer Maske war da auch noch.
Momoa ist um ahtletischer als der Oarnold, dadurch wirken die Fights, vor allem mit dem Schwert, um einiges dynamischer. Aber der Samoaner hat nur eine Art zu Brüllen drauf (Arnold hatte mindestens vier Arten seinen Schrei einzusetzen), muss gaaaaanz tief sprechen, wenn er sauer wird und hat einfach eine total unsympathische Rolle. Man bemüht sich um rohe, martialische Dialoge und One-Liner, aber wo man beim Original lachen konnte, ist hier fast fremdschämen angesagt.
Action und Story sind anspruchslos, verkommen aber am Ende zur Clash of Titans-Kopie. Banal wird das Ganze beispielsweise, wenn die Barbaren die Verteidigung ihres Schiffes feiern, als hätten Sie eine alles entscheidende Schlacht gewonnen.
Im Gegensatz zum Original bemüht man sich fett produziert zu sein, die CGI-Wasserschlange überzeugt schon etwas mehr als die aus Pappmaschee, dafür will man die Trashanleihen aber dennoch nicht ganz abwerfen (Wüstenschiff(!), menschliches Katapult, etc.).
Wo der Film einen ganz klaren Tiefpunkt setzt, ist der Schnitt: Anschlußfehler und Achsensprünge geben sich von der Action bis zum Dialog die Klinke in die Hand. Ich sehe da aber die Schuld nicht nur beim Cutter, denn was andere verpfuschen, kann der halt auch irgendwann nicht mehr retten.

Frustrierendes Actionspektakel