Filmtagebuch: freeman
Moderator: SFI
Der Kult
Onkel Blumhouse kriegt sie alle. Nun wollte auch Phil Joanou mal einen Low Budget Horrorfilm drehen und haut einen durchaus gelungenen Vertreter raus. Mit extremsten Weitwinkelaufnahmen und allgemein optisch ziemlich aufregend kommt sein Genrebeitrag daher. Dazu ein paar Jump Scares, die sich mal richtig gewaschen haben und tatsächlich weitgehend funktionieren. Die eigentliche Geschichte ist auch angenehm kaputt und gewinnt vor allem durch Thomas Janes überdrehtes Spiel. Die Atmosphäre stimmt ebenfalls, der Spannungsbogen ist vor allem gegen Ende angenehm. Probleme hats aber leider auch satt. Zum einen ist die Heldenparty um Schnuckel Jessica Alba zu groß und nichtssagend. Obendrein macht Joanou aus manchen Gruselmomenten schlicht zu wenig. Ganz schlimm ist das uralte Horrorklischee umgesetzt, dass wirklich alle paar Minuten irgendwer von der Gruppe separiert wird oder sich abspaltet, um hernach abzukratzen. Hier hätte man sich echt ein wenig mehr einfallen lassen dürfen. Darüber ärgert man sich spätestens beim dritten Durchlauf so sehr, dass viele der Pluspunkte getilgt werden. Schade.

In diesem Sinne:
freeman
Onkel Blumhouse kriegt sie alle. Nun wollte auch Phil Joanou mal einen Low Budget Horrorfilm drehen und haut einen durchaus gelungenen Vertreter raus. Mit extremsten Weitwinkelaufnahmen und allgemein optisch ziemlich aufregend kommt sein Genrebeitrag daher. Dazu ein paar Jump Scares, die sich mal richtig gewaschen haben und tatsächlich weitgehend funktionieren. Die eigentliche Geschichte ist auch angenehm kaputt und gewinnt vor allem durch Thomas Janes überdrehtes Spiel. Die Atmosphäre stimmt ebenfalls, der Spannungsbogen ist vor allem gegen Ende angenehm. Probleme hats aber leider auch satt. Zum einen ist die Heldenparty um Schnuckel Jessica Alba zu groß und nichtssagend. Obendrein macht Joanou aus manchen Gruselmomenten schlicht zu wenig. Ganz schlimm ist das uralte Horrorklischee umgesetzt, dass wirklich alle paar Minuten irgendwer von der Gruppe separiert wird oder sich abspaltet, um hernach abzukratzen. Hier hätte man sich echt ein wenig mehr einfallen lassen dürfen. Darüber ärgert man sich spätestens beim dritten Durchlauf so sehr, dass viele der Pluspunkte getilgt werden. Schade.
In diesem Sinne:
freeman
Time Rush:
Der Beweis, dass selbst die dünnste Story aller Zeiten derart umständlich und dämlich erzählt werden kann, dass man irgendwann nix mehr rafft. Auch eine Kunst. Um davon abzulenken, lancieren die Macher eine ganze Wagenladung an ordentlich choreografierten Martial Arts Szenen. Darum gibts auch gerade noch:

Oculus:
Leider ist die eigentliche Geschichte des Streifens einfach nur ein Flickenteppich hinlänglich bekannter Horrorfilmklischees. Das Drumherum ist deutlich besser. Die Jump Scares sind derbe gesetzt, ein zwei Schocks treffen punktgenau, die Atmo ist mehr als ordentlich und der Showdown, mit den ineinandergleitenden Zeitebenen ist sogar großartig!

Pandemic:
Keinerlei Gefahr für den Action-POV-Platzhirsch Hardcore. Das liegt vor allem daran, dass die generisch öde Story des Streifens nur über absolut hirnrissige Handlungen ihrer Figuren am Laufen gehalten wird. Die gehen einem irgendwann derart auf den Zünder, dass man allen den schnellen Tod wünscht. Vor allem die Hauptfigur ist so derart nervig dämlich angelegt, dass es kracht. Wenn man diese Dummheit auch noch über einen "Twist" erklären will, verliert der Film vollends seine Zuschauer, denn dann wird aus der dummen Heldin eine selbstsüchtige Kuh. Katastrophe. Absolute Katastrophe. Und die POV-Szenen? Lassen nie selbiges Gefühl aufkommen. Zum einen hat der Film viel zu viel Leerlauf zwischen den wirklich guten Momenten, zum anderen sind die POV-Szenen komplett zerschnitten. Immer wenn annähernd Shooterfeeling aufkommt, wird auf die Ansicht eines anderen Charakters geschnitten. Kommt da langsam das Feeling auf, erfolgt der Schnitt zum nächsten... Einzig ein paar derbe Momente (zwei Kopfzermantschungen bleiben in Erinnerung) lassen kurz aufhorchen. Habe zwischendurch 30 Minuten Powernapping abgehalten und danach nicht das Bedürfnis gehabt, das Verpasste nachzuholen. Da der Anschluss mühelos gelang, habe ich wohl auch null verpasst. Vergurkt!

Im Herzen der See:
Die wahre Geschichte hinter Moby Dick beeindruckt mit einer straff runtererzählten, mit diversen harschen und beklemmenden Momenten versehenen Story, tollen Darstellerleistungen, starken und druckvollen Effektszenen und dem ewigen Kampf des Menschen, sich die Natur Untertan zu machen, nur um am Ende seine eigenen Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Erstaunlicherweise bleibt die aufgrund des Regisseurs erwartete, altmodische Inszenierung vollends aus. Howard arbeitet mit satten Farbfiltern, eigenwilligen Kameraperspektiven und ab und an fast schon zu modernen Stilmitteln. Erstaunlicher Film, erstaunlich gelungen obendrein.

In diesem Sinne:
freeman
Der Beweis, dass selbst die dünnste Story aller Zeiten derart umständlich und dämlich erzählt werden kann, dass man irgendwann nix mehr rafft. Auch eine Kunst. Um davon abzulenken, lancieren die Macher eine ganze Wagenladung an ordentlich choreografierten Martial Arts Szenen. Darum gibts auch gerade noch:
Oculus:
Leider ist die eigentliche Geschichte des Streifens einfach nur ein Flickenteppich hinlänglich bekannter Horrorfilmklischees. Das Drumherum ist deutlich besser. Die Jump Scares sind derbe gesetzt, ein zwei Schocks treffen punktgenau, die Atmo ist mehr als ordentlich und der Showdown, mit den ineinandergleitenden Zeitebenen ist sogar großartig!
Pandemic:
Keinerlei Gefahr für den Action-POV-Platzhirsch Hardcore. Das liegt vor allem daran, dass die generisch öde Story des Streifens nur über absolut hirnrissige Handlungen ihrer Figuren am Laufen gehalten wird. Die gehen einem irgendwann derart auf den Zünder, dass man allen den schnellen Tod wünscht. Vor allem die Hauptfigur ist so derart nervig dämlich angelegt, dass es kracht. Wenn man diese Dummheit auch noch über einen "Twist" erklären will, verliert der Film vollends seine Zuschauer, denn dann wird aus der dummen Heldin eine selbstsüchtige Kuh. Katastrophe. Absolute Katastrophe. Und die POV-Szenen? Lassen nie selbiges Gefühl aufkommen. Zum einen hat der Film viel zu viel Leerlauf zwischen den wirklich guten Momenten, zum anderen sind die POV-Szenen komplett zerschnitten. Immer wenn annähernd Shooterfeeling aufkommt, wird auf die Ansicht eines anderen Charakters geschnitten. Kommt da langsam das Feeling auf, erfolgt der Schnitt zum nächsten... Einzig ein paar derbe Momente (zwei Kopfzermantschungen bleiben in Erinnerung) lassen kurz aufhorchen. Habe zwischendurch 30 Minuten Powernapping abgehalten und danach nicht das Bedürfnis gehabt, das Verpasste nachzuholen. Da der Anschluss mühelos gelang, habe ich wohl auch null verpasst. Vergurkt!
Im Herzen der See:
Die wahre Geschichte hinter Moby Dick beeindruckt mit einer straff runtererzählten, mit diversen harschen und beklemmenden Momenten versehenen Story, tollen Darstellerleistungen, starken und druckvollen Effektszenen und dem ewigen Kampf des Menschen, sich die Natur Untertan zu machen, nur um am Ende seine eigenen Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Erstaunlicherweise bleibt die aufgrund des Regisseurs erwartete, altmodische Inszenierung vollends aus. Howard arbeitet mit satten Farbfiltern, eigenwilligen Kameraperspektiven und ab und an fast schon zu modernen Stilmitteln. Erstaunlicher Film, erstaunlich gelungen obendrein.

In diesem Sinne:
freeman
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3788
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Dito, habe ich gleich mal auf die Leihliste geuppt.
Gegen die Gewissheit - Philosophische Irrtümer
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
Peanuts - Der Film
Ich muss ja zugeben, von Charlie Brown und Co. bisher noch nie großartig irgendwas konsumiert zu haben. Im Grunde ist mir nur Snoopy wirklich ein Begriff. Ich dachte ja sogar der Typ mit der Kuscheldecke sei Charlie Brown
. Dementsprechend unbelastet ging ich an den Film heran, störte mich net an der 3D-Optik und wurde unglaublich gut unterhalten. Ist für meinen Geschmack zwar ein wenig zu kindgerecht im Grundton, der menschelnde, unaufgeregte Ton und die grundsympathischen Figurenzeichnungen holten mich dann aber auch mühelos ab. Feiner Film mit immer wieder toll eingewobenen Referenzen an die 2D-Vorlagen... Und Snoopy ist ja mal noch cooler als geglaubt.

Rio 2
Die Fortsetzung des soliden Animationssteifens um den Ara Blue entpuppt sich als filmgewordenes LSD. Dass jetzt nicht wegen der generischen, teilweise schon fantasielosen Story, die für den Hauptcharakter mal eben 7 oder 8 Antipoden installiert und ihn von Bedrohungsmoment zu Bedrohungsmoment bugsiert, sondern wegen der vor Farben und Formen schier berstenden Optik, die einen geradezu wegflasht. Spätestens wenn dieses Farbgewimmel auch noch eine musikalische Choreografie erhält, wird man wortwörtlich weggebeamt und ist nur noch am Staunen. Wow.

In diesem Sinne:
freeman
Ich muss ja zugeben, von Charlie Brown und Co. bisher noch nie großartig irgendwas konsumiert zu haben. Im Grunde ist mir nur Snoopy wirklich ein Begriff. Ich dachte ja sogar der Typ mit der Kuscheldecke sei Charlie Brown
Rio 2
Die Fortsetzung des soliden Animationssteifens um den Ara Blue entpuppt sich als filmgewordenes LSD. Dass jetzt nicht wegen der generischen, teilweise schon fantasielosen Story, die für den Hauptcharakter mal eben 7 oder 8 Antipoden installiert und ihn von Bedrohungsmoment zu Bedrohungsmoment bugsiert, sondern wegen der vor Farben und Formen schier berstenden Optik, die einen geradezu wegflasht. Spätestens wenn dieses Farbgewimmel auch noch eine musikalische Choreografie erhält, wird man wortwörtlich weggebeamt und ist nur noch am Staunen. Wow.
In diesem Sinne:
freeman
Boost:
Ahjo, Typ klaut Karre, in Karre steht nen Organaufbewahrungsbehälter mit Niere, die ein fieser Möpp dringend braucht. Die große Jagd kann beginnen... Also zumindest in anderen Filmen und laut dem Cover. In "Boost" wird stattdessen gelabert, gelabert und gelabert. Teilweise dauern die Dialoge hier bis zu 10 Minuten, ohne dass irgendwas Erhellendes gesagt werden würde. Abgesehen vom Helden, der immer noch ein paar pseudophilosophische Sinnsprüche untermischt, die einfach nur zum Lachen anregen. Danny Trejo sitzt derweil die ganze Zeit gelangweilt irgendwo rum. Ganz großer Käse!

Die Leiche der Anna Fritz:
Huijuijui, der ist mal morbide: Junge Schauspielerin stirbt und landet auf dem Tisch von Pathologe Pau. Der lädt seine Kumpel zur Leichenschau ein und die haben nichts besseres zu tun, als die Leiche zu knattern. Als Pau auch mitmacht, wird es kompliziert, denn auf einmal öffnet die Leiche ihre Augen... Die Folge ist eine ganze Flutwelle an moralisch interessanten Situationen, bei denen sich erstaunlicherweise die Sympathien des Zuschauers munter vom Täter zum Opfer bewegen und wieder zurück. Zudem ist das 4-Personenstück gut gespielt und gekonnt in Szene gesetzt. Teilweise gar mörderspannend. Und wem das alles irgendwie zu pervers klingt, dem serviert der Film noch ein politisch korrekteres Ende ohne wirklich PC zu sein.

In diesem Sinne:
freeman
Ahjo, Typ klaut Karre, in Karre steht nen Organaufbewahrungsbehälter mit Niere, die ein fieser Möpp dringend braucht. Die große Jagd kann beginnen... Also zumindest in anderen Filmen und laut dem Cover. In "Boost" wird stattdessen gelabert, gelabert und gelabert. Teilweise dauern die Dialoge hier bis zu 10 Minuten, ohne dass irgendwas Erhellendes gesagt werden würde. Abgesehen vom Helden, der immer noch ein paar pseudophilosophische Sinnsprüche untermischt, die einfach nur zum Lachen anregen. Danny Trejo sitzt derweil die ganze Zeit gelangweilt irgendwo rum. Ganz großer Käse!
Die Leiche der Anna Fritz:
Huijuijui, der ist mal morbide: Junge Schauspielerin stirbt und landet auf dem Tisch von Pathologe Pau. Der lädt seine Kumpel zur Leichenschau ein und die haben nichts besseres zu tun, als die Leiche zu knattern. Als Pau auch mitmacht, wird es kompliziert, denn auf einmal öffnet die Leiche ihre Augen... Die Folge ist eine ganze Flutwelle an moralisch interessanten Situationen, bei denen sich erstaunlicherweise die Sympathien des Zuschauers munter vom Täter zum Opfer bewegen und wieder zurück. Zudem ist das 4-Personenstück gut gespielt und gekonnt in Szene gesetzt. Teilweise gar mörderspannend. Und wem das alles irgendwie zu pervers klingt, dem serviert der Film noch ein politisch korrekteres Ende ohne wirklich PC zu sein.

In diesem Sinne:
freeman
Extinction:
Infizierte, eine ausgelöschte Menschheit, Natur schlägt zurück und lässt die Infizierten aussterben, zwei überlebende Männer leben nebeneinander und hassen sich trotz Einsamkeit gegenseitig bis aufs Blut - wegen einer Frau. Aus dieser nun nicht zwingend originellen Ausgangslage stricken eine Handvoll Spanier (mal wieder) einen enorm gelungenen Genrebeitrag, der von Matthew Fox und Jeffrey Donovan perfekt gespielt wird und in aller Ruhe und Langsamkeit Atmosphäre und Spannung aufbauen darf, um in einem westernähnlichen Showdown (Helden im "Fort", Infizierte wie Indianer davor) zu kulminieren, in dem dann sowohl der Härte- als auch der Actiongrad deutlich anziehen. Durch den gesamten Film zieht sich eine gewisse Künstlichkeit (kein Wunder, wenn man sich die verblüffenden Special-Effects-Featurettes anschaut), die aber blendend zu dem unwirklichen Szenario passt. Obendrein spielt alles im immer wieder gern gesehenen Winter-Setting. Eigentlich kann man hier nur schwärmen. Sony hat das nicht erkannt und spendierte diesem optisch höchst ansprechenden Film nichtmal eine Blu. Pfui!

Sea Ghost:
Wenn dieser Kokolores beginnt, will man noch gnädig sein. Weil er wirkt, wie ein Relikt aus den Anfängen der CGI-Technik. Dann schaut man aber aufs Produktionsjahr und fällt fast aus den Wolken. Ergo isses auch mit der Gnade vorbei.
Rotz am Stiel, mit lauter Knallchargen, den miesesten Special Effects seit der Erfindung der Special Effects und einer hanebüchenen, sonstwo zusammengeklauten Handlung um irgendein Viech, das sogar Gedanken manipulieren kann und so nackte Hupen auf einer kaputten Ölbohrstation ermöglicht. Immerhin... Und wer mal eine richtig richtig richtig miese Synchro hören möchte, halte Ausschau nach dem Seegeist ;-)

In diesem Sinne:
freeman
Infizierte, eine ausgelöschte Menschheit, Natur schlägt zurück und lässt die Infizierten aussterben, zwei überlebende Männer leben nebeneinander und hassen sich trotz Einsamkeit gegenseitig bis aufs Blut - wegen einer Frau. Aus dieser nun nicht zwingend originellen Ausgangslage stricken eine Handvoll Spanier (mal wieder) einen enorm gelungenen Genrebeitrag, der von Matthew Fox und Jeffrey Donovan perfekt gespielt wird und in aller Ruhe und Langsamkeit Atmosphäre und Spannung aufbauen darf, um in einem westernähnlichen Showdown (Helden im "Fort", Infizierte wie Indianer davor) zu kulminieren, in dem dann sowohl der Härte- als auch der Actiongrad deutlich anziehen. Durch den gesamten Film zieht sich eine gewisse Künstlichkeit (kein Wunder, wenn man sich die verblüffenden Special-Effects-Featurettes anschaut), die aber blendend zu dem unwirklichen Szenario passt. Obendrein spielt alles im immer wieder gern gesehenen Winter-Setting. Eigentlich kann man hier nur schwärmen. Sony hat das nicht erkannt und spendierte diesem optisch höchst ansprechenden Film nichtmal eine Blu. Pfui!
Sea Ghost:
Wenn dieser Kokolores beginnt, will man noch gnädig sein. Weil er wirkt, wie ein Relikt aus den Anfängen der CGI-Technik. Dann schaut man aber aufs Produktionsjahr und fällt fast aus den Wolken. Ergo isses auch mit der Gnade vorbei.
In diesem Sinne:
freeman
Gleich gekauft. Schnee, Endzeit, Zombies und dann noch aus Spanien. Und dann noch eine 8/10! Da kann nix schief gehen. Freu mich schon drauf den zu sichten.freeman hat geschrieben:Extinction:
Infizierte, eine ausgelöschte Menschheit, Natur schlägt zurück und lässt die Infizierten aussterben, zwei überlebende Männer leben nebeneinander und hassen sich trotz Einsamkeit gegenseitig bis aufs Blut - wegen einer Frau. Aus dieser nun nicht zwingend originellen Ausgangslage stricken eine Handvoll Spanier (mal wieder) einen enorm gelungenen Genrebeitrag, der von Matthew Fox und Jeffrey Donovan perfekt gespielt wird und in aller Ruhe und Langsamkeit Atmosphäre und Spannung aufbauen darf, um in einem westernähnlichen Showdown (Helden im "Fort", Infizierte wie Indianer davor) zu kulminieren, in dem dann sowohl der Härte- als auch der Actiongrad deutlich anziehen. Durch den gesamten Film zieht sich eine gewisse Künstlichkeit (kein Wunder, wenn man sich die verblüffenden Special-Effects-Featurettes anschaut), die aber blendend zu dem unwirklichen Szenario passt. Obendrein spielt alles im immer wieder gern gesehenen Winter-Setting. Eigentlich kann man hier nur schwärmen. Sony hat das nicht erkannt und spendierte diesem optisch höchst ansprechenden Film nichtmal eine Blu. Pfui!
In diesem Sinne:
freeman
Wollte den eigentlich schon letztes Jahr auf dem FFF sehen, aber danach geriet der in Vergessenheit. Sollte ich wohl mal nachholen.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Warcraft
Orcs ziehen von Welt zu Welt und machen sie mit Raubbau und Co. kaputt. Als nächstes ist die Erde dran. Doch die steht da so gar nicht drauf. Viel komplexer wird diese Spielverfilmung nicht, legt den Fokus aber auch deutlich mehr auf die Etablierung ihrer Welt. Dass es interessanter werden könnte, deutet sich dann gegen Ende überdeutlich an. Leider muss der Film dann aber auch schon den Stecker ziehen und als Zuschauer ist man durchaus angefixt und hofft auf weitere Storys aus dieser Welt.
Obwohl ich das Game nie selbst gezockt habe, fand ich mich schnell zurecht und konnte die Schauwerte genießen, die Jones in fetten 3D-Bildern (die wirklich mal wieder funktionieren und in die Welt hineinziehen) und tollen Kamerafahrten inszeniert. Interessant ist, dass der Film keine eindeutige Stellung bezieht. Einen Mensch und einen Orc zum Helden macht und jenen folgt und aufzeigt, dass es in beiden Gruppierungen Gute und Schlechte gibt.
Special Effects mäßig wird hier ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Vor allem die Orcs sind einfach mal grandios umgesetzt. Individuell bis in die kleinste Haarspitze, wahnsinnige Muskelberge und brachial in ihrem Tun. In Sachen Gewalt gehts auch gut ab. Alles auf Herr der Ringe Niveau und teilweise sogar drüber (etwa wenn hier full frontal Genicke wie Streichhölzer zerbrochen werden).
Darstellerisch sticht unser Lieblingsvikinger Fimmel klar heraus. Köstlich, wenn er mal wieder verpeilt in der Szenerie steht und der Film an ihm vorbeizieht, was ihm kaum mehr als ein schiefes Lächeln abringt (für mich ist Fimmel Johnny Depp 2.0 mit weniger Manierismen). Da verwundert es kaum, dass er den wuchtigen Showdown barfuß bestreitet. Tja, was noch... Die Magie... ja, die Magie: Die wurde selten so eindrücklich inszeniert wie hier. Wenn die im Film entfesselt wird, hält man sich irgendwann am Sessel fest, weil man glaubt, gleich mit weggefegt zu werden. Sehr sehr geil. Dazu ein fetter Rumpelscore und schon kommt man echt gut unterhalten aus dem Kino raus.

In diesem Sinne:
freeman
Orcs ziehen von Welt zu Welt und machen sie mit Raubbau und Co. kaputt. Als nächstes ist die Erde dran. Doch die steht da so gar nicht drauf. Viel komplexer wird diese Spielverfilmung nicht, legt den Fokus aber auch deutlich mehr auf die Etablierung ihrer Welt. Dass es interessanter werden könnte, deutet sich dann gegen Ende überdeutlich an. Leider muss der Film dann aber auch schon den Stecker ziehen und als Zuschauer ist man durchaus angefixt und hofft auf weitere Storys aus dieser Welt.
Obwohl ich das Game nie selbst gezockt habe, fand ich mich schnell zurecht und konnte die Schauwerte genießen, die Jones in fetten 3D-Bildern (die wirklich mal wieder funktionieren und in die Welt hineinziehen) und tollen Kamerafahrten inszeniert. Interessant ist, dass der Film keine eindeutige Stellung bezieht. Einen Mensch und einen Orc zum Helden macht und jenen folgt und aufzeigt, dass es in beiden Gruppierungen Gute und Schlechte gibt.
Special Effects mäßig wird hier ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Vor allem die Orcs sind einfach mal grandios umgesetzt. Individuell bis in die kleinste Haarspitze, wahnsinnige Muskelberge und brachial in ihrem Tun. In Sachen Gewalt gehts auch gut ab. Alles auf Herr der Ringe Niveau und teilweise sogar drüber (etwa wenn hier full frontal Genicke wie Streichhölzer zerbrochen werden).
Darstellerisch sticht unser Lieblingsvikinger Fimmel klar heraus. Köstlich, wenn er mal wieder verpeilt in der Szenerie steht und der Film an ihm vorbeizieht, was ihm kaum mehr als ein schiefes Lächeln abringt (für mich ist Fimmel Johnny Depp 2.0 mit weniger Manierismen). Da verwundert es kaum, dass er den wuchtigen Showdown barfuß bestreitet. Tja, was noch... Die Magie... ja, die Magie: Die wurde selten so eindrücklich inszeniert wie hier. Wenn die im Film entfesselt wird, hält man sich irgendwann am Sessel fest, weil man glaubt, gleich mit weggefegt zu werden. Sehr sehr geil. Dazu ein fetter Rumpelscore und schon kommt man echt gut unterhalten aus dem Kino raus.

In diesem Sinne:
freeman
Die Begründung liegt im ersten Absatz. Warcraft muss halt einleiten und vorstellen und macht das durchaus gut, das Gefühl, einen ganzen Film gesehen zu haben, hat man dank des Finishes aber nicht. Man würde ohne Fortsetzungen (dahingehend habe ich noch gar nichts gehört und ich wette, in dem steckt richtig brutal viel Geld drin, was eine Entscheidung dahingehend sicherlich nicht einfach macht) sogar ziemlich in der Luft hängen. Das bremste dann die Euphorie deutlich aus. Aber prinzipiell sehr gute Unterhaltung und ein geglückter Eröffner. Fortsetzungen würde ich gucken. Sollten keine folgen, wäre das aber schon ernüchternd, weil der Film eben wirklich an einem Punkt endet, wo die Handlung deutlich zulegt und auch die Charaktere mehr Tiefe zeigen. Auch deshalb "nur" 7, weil gefühlt deutlich mehr kommen kann.
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman
Vacation:
Feinsinnig geht anders. Aber hey, das galt schon fürs Original. Also immer drauf auf die Omme und etwas wilden Slapstick produziert. Das hat eine relativ niedrige Trefferquote, sobald es aber einschlägt, scheppert es ordentlich. Das reicht von Rimming-Gags über platzende Kühe bis zu explodierendem Flirtfleisch und wird von engagierten Darstellern mit Verve vorgekaspert. Da gibts definitiv Schlimmeres, aber auch gaaaanz viel Besseres.

Anchorman 2:
Holy Shit. Noch kaputter als der erste Teil. Mit grandiosen satirischen Schlenkern zu der Nachrichtenaufmachung unserer Zeit. Ferrells Humor ist seltsam wie eh und je, das Ensemble um ihn herum dreht richtig auf (was haben die denn dem Carell in den Kaffee gemischt?) und das Finale ist einfach mal nur köstlich mit seinem Starauftrieb und seinen wirklich blöden Ideen.

Sweetwater
Absolut beseelt aufspielende Darsteller machen aus diesem handlungstechnischen 0815 Rache-Western ein echtes Erlebnis. Vor allem Jason Isaacs entwirft einen so megafiesen Bad Ass, dass dagegen sogar sein hassenswerter "Der Patriot" Lump fast schon nett wirkt. Dazu herrlich seltsamer Humor und einige gewalttechnische Derbheiten plus wirklich schöne Bilder.

In diesem Sinne:
freeman
Feinsinnig geht anders. Aber hey, das galt schon fürs Original. Also immer drauf auf die Omme und etwas wilden Slapstick produziert. Das hat eine relativ niedrige Trefferquote, sobald es aber einschlägt, scheppert es ordentlich. Das reicht von Rimming-Gags über platzende Kühe bis zu explodierendem Flirtfleisch und wird von engagierten Darstellern mit Verve vorgekaspert. Da gibts definitiv Schlimmeres, aber auch gaaaanz viel Besseres.
Anchorman 2:
Holy Shit. Noch kaputter als der erste Teil. Mit grandiosen satirischen Schlenkern zu der Nachrichtenaufmachung unserer Zeit. Ferrells Humor ist seltsam wie eh und je, das Ensemble um ihn herum dreht richtig auf (was haben die denn dem Carell in den Kaffee gemischt?) und das Finale ist einfach mal nur köstlich mit seinem Starauftrieb und seinen wirklich blöden Ideen.
Sweetwater
Absolut beseelt aufspielende Darsteller machen aus diesem handlungstechnischen 0815 Rache-Western ein echtes Erlebnis. Vor allem Jason Isaacs entwirft einen so megafiesen Bad Ass, dass dagegen sogar sein hassenswerter "Der Patriot" Lump fast schon nett wirkt. Dazu herrlich seltsamer Humor und einige gewalttechnische Derbheiten plus wirklich schöne Bilder.
In diesem Sinne:
freeman
- Elkjaer-Larsen
- Kinderkommando

- Beiträge: 890
- Registriert: 10.07.2007, 03:12
- Wohnort: Berlin
In der Tat. Grandios gefilmte Feindseligkeiten. Und January Jones im flachen Wasser...herrje.freeman hat geschrieben:
Sweetwater
Absolut beseelt aufspielende Darsteller machen aus diesem handlungstechnischen 0815 Rache-Western ein echtes Erlebnis. Vor allem Jason Isaacs entwirft einen so megafiesen Bad Ass, dass dagegen sogar sein hassenswerter "Der Patriot" Lump fast schon nett wirkt. Dazu herrlich seltsamer Humor und einige gewalttechnische Derbheiten plus wirklich schöne Bilder.
In diesem Sinne:
freeman
Ein ganzes halbes Jahr:
Schon ein übler Tränenzieher. Freilich war der auch nie darauf ausgelegt, was anderes zu sein. Ein wenig fühlte ich mich aber von den aufgetürmten Problematiken dann doch genervt. Und das Handlungsschemata, dass Frau hofft, einen Mann mit ihrer bloßen Liebe umerziehen zu können, könnte man sich langsam auch mal sparen. Zumindest ist der Film dahingehend mal angenehm konsequent und zieht dem Klischee gegen Ende ordentlich die Zähne. Ansonsten ist das Dramolett mit hartem Kitscheinschlag nett anzusehen, stimmig in Szene gesetzt und mit einem tollen Hauptdarstellergespann gesegnet, das prächtig harmoniert. Und die Drachenlady war nie süßer als in diesem Film.

Bridge of Spies:
Nette Kalter-Kriegs-Schnurre, die allerdings für mich nie so spannend war, wie sie es bei der Thematik eigentlich hätte sein müssen. Hinzu kommt, dass sowohl der Abspann als auch die Extras zum Film verraten, dass diese Story aus dem Leben des echten Unterhändlers die meines Erachtens eher unspektakulärere ist. Spielberg setzt das Ganze mit viel Sinn fürs Zeitkolorit in Szene, lässt immer mal wieder auch Humor durchblitzen und bereitet Tom Hanks eine große Bühne. Und der macht "Bridge of Spies" mehr und mehr zu seinem Film. Trotz Spielbergs Handschrift in jedem Bild. Auch Rylance spielt groß auf, den Oscar hat im direkten Vergleich dann aber doch jemand anderes verdient gehabt. Ich sage nur Sly...

In diesem Sinne:
freeman
Schon ein übler Tränenzieher. Freilich war der auch nie darauf ausgelegt, was anderes zu sein. Ein wenig fühlte ich mich aber von den aufgetürmten Problematiken dann doch genervt. Und das Handlungsschemata, dass Frau hofft, einen Mann mit ihrer bloßen Liebe umerziehen zu können, könnte man sich langsam auch mal sparen. Zumindest ist der Film dahingehend mal angenehm konsequent und zieht dem Klischee gegen Ende ordentlich die Zähne. Ansonsten ist das Dramolett mit hartem Kitscheinschlag nett anzusehen, stimmig in Szene gesetzt und mit einem tollen Hauptdarstellergespann gesegnet, das prächtig harmoniert. Und die Drachenlady war nie süßer als in diesem Film.
Bridge of Spies:
Nette Kalter-Kriegs-Schnurre, die allerdings für mich nie so spannend war, wie sie es bei der Thematik eigentlich hätte sein müssen. Hinzu kommt, dass sowohl der Abspann als auch die Extras zum Film verraten, dass diese Story aus dem Leben des echten Unterhändlers die meines Erachtens eher unspektakulärere ist. Spielberg setzt das Ganze mit viel Sinn fürs Zeitkolorit in Szene, lässt immer mal wieder auch Humor durchblitzen und bereitet Tom Hanks eine große Bühne. Und der macht "Bridge of Spies" mehr und mehr zu seinem Film. Trotz Spielbergs Handschrift in jedem Bild. Auch Rylance spielt groß auf, den Oscar hat im direkten Vergleich dann aber doch jemand anderes verdient gehabt. Ich sage nur Sly...

In diesem Sinne:
freeman
The Revenant:
Absolut eindrucksvoll bebilderter Survivaltrip, der mich aber erstaunlich kalt gelassen hat, obschon ich eigentlich ein Fan von solchen wuchtigen Filmen bin. Hab aber leider nie in die Chose reingefunden und war immer nur neutraler Beobachter. Den Oscar für Leo verstehe ich auch nicht wirklich, er war imo auch einer der Gründe, warum das Ganze nicht bei mir gezündet hat. Ich glaube, ein Tausch von Hardy und DiCaprio und deren Charaktere hätte geholfen. Ich glaube, bei Hardy, der mal richtig schön fies sein darf, wäre ich eher dabei gewesen. Ihm hätte ich die physische Qual auch mehr abgenommen. Denke ich.

In diesem Sinne:
freeman
Absolut eindrucksvoll bebilderter Survivaltrip, der mich aber erstaunlich kalt gelassen hat, obschon ich eigentlich ein Fan von solchen wuchtigen Filmen bin. Hab aber leider nie in die Chose reingefunden und war immer nur neutraler Beobachter. Den Oscar für Leo verstehe ich auch nicht wirklich, er war imo auch einer der Gründe, warum das Ganze nicht bei mir gezündet hat. Ich glaube, ein Tausch von Hardy und DiCaprio und deren Charaktere hätte geholfen. Ich glaube, bei Hardy, der mal richtig schön fies sein darf, wäre ich eher dabei gewesen. Ihm hätte ich die physische Qual auch mehr abgenommen. Denke ich.
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freeman
Home - ein smektakulärer Trip
Kurze Entwarnung: Geht trotz des Titels nicht um Smegma... ist stattdessen ein mal wirklich quietschbunter Animationsstreifen, der sich vornehmlich an ein überwiegend junges und weibliches Publikum richtet und dementsprechend amtlich Kitsch und überwiegend weibliche Heldinnen auffährt. Der einzige männliche Held ist ein infantiles Zeug quatschender Außerirdischer, der nicht nach einem Mensch aussieht. Kein Wunder, dass Frauen uns hassen, wenn sie sowas in ihrer Kindheit als Role Model vorgesetzt bekommen. ;-) Nein, Spaß beiseite: Unterhaltsamer, sehr dynamisch in Szene gesetzter Animationsspaß, der in seiner Handlung weitaus frecher sein darf, als man es nach den gruseligen Trailern erwarten durfte. Richtig zünden will die Chose aber nie und der überbordende, teilweise sehr deplatziert wirkende Einsatz von R'n'B Mucke geht einem irgendwann ziemlich auf den Zünder.

In diesem Sinne:
freeman
Kurze Entwarnung: Geht trotz des Titels nicht um Smegma... ist stattdessen ein mal wirklich quietschbunter Animationsstreifen, der sich vornehmlich an ein überwiegend junges und weibliches Publikum richtet und dementsprechend amtlich Kitsch und überwiegend weibliche Heldinnen auffährt. Der einzige männliche Held ist ein infantiles Zeug quatschender Außerirdischer, der nicht nach einem Mensch aussieht. Kein Wunder, dass Frauen uns hassen, wenn sie sowas in ihrer Kindheit als Role Model vorgesetzt bekommen. ;-) Nein, Spaß beiseite: Unterhaltsamer, sehr dynamisch in Szene gesetzter Animationsspaß, der in seiner Handlung weitaus frecher sein darf, als man es nach den gruseligen Trailern erwarten durfte. Richtig zünden will die Chose aber nie und der überbordende, teilweise sehr deplatziert wirkende Einsatz von R'n'B Mucke geht einem irgendwann ziemlich auf den Zünder.
In diesem Sinne:
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