Security – It’s Going to Be a Long Night

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Security – It’s Going to Be a Long Night

Beitrag von freeman » 04.09.2017, 17:42

Security – It’s Going to Be a Long Night

Bild

Originaltitel: Security
Herstellungsland: Bulgarien, USA
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Alain Desrochers
Darsteller: Antonio Banderas, Ben Kingsley, Liam McIntyre, Chad Lindberg, Gabriella Wright, Cung Le, Mark Rhino Smith, Bashar Rahal, Jiro Wang, Velimir Velev u.a.

Der Ex-Marine Eddie nimmt einen Job als Nachtwächter in einer Mall an. Gleich am ersten Arbeitstag klopft ein junges Mädchen panisch an eine der Türen der Mall und begehrt um Einlass. Sie werde von ein paar Lumpen verfolgt. Diese finden sich wenig später auch vor der Mall ein und verlangen die Aushändigung der Kleinen. Dabei haben sie die Rechnung aber ohne Eddie gemacht… Feiner, kleiner B-Kracher!
:liquid7:

Zur "Security – It’s Going to Be a Long Night" Kritik

In diesem Sinne:
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McClane
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Beitrag von McClane » 12.10.2017, 12:50

Eine preisgünstige Variante von "Assault on Precinct 13" mit einigen "Die Hard"-Anteilen, in der nun Antonio Banderas als gealterter Ex-Marine die Lumpen plättet, die aber aus dem geringen Budget einiges herauszuholen weiß. Der Mall-Schauplatz sorgt für innovative Gegenwehrmaßnahmem im MacGyver-Format, bei dem Bögen, selbstgebaute Bomben und mit Verkaufswaren arrangierte Ablenkungsmanöver zum Einsatz kommen. Die Security-Crew ist grob gezeichnet, aber markig und sympathisch genug in den Nebenrollen zu tragen, Ben Kingsley überzeugt als Schurke, der leider wenig Background hat, und an seiner Seite steht Cung Le als charismatischer Henchman. Das Drehbuch hat, wie freeman schon sagt, wenig Fett auf den Rippen und stimmungsvoll ist das nächtliche Katz-und-Maus-Spiel schon, doch die Action könnte bisweilen etwas drückender und dynamischer sein, trotz einiger Highlights wie der beidhändig ballernden Rutscheinlage und dem Fight zwischen Banderas und Le. Anderes, etwa das "John Wick"-artige Abräumen Eddies unter einer Fieslingstruppe sind dagegen nicht so treibend. Insofern okaye Gebrauchsaction mit guter Besetzung, die aber etwas spektakulärer sein könnte. Und eine Sache bleibt offen: Ist die nette Kollegin eigentlich ihrer Verletzung erlegen? Am Ende sieht man ja nur Vance auf einer Trage, aber sie taucht ja nach ihrer Ohnmacht (oder sollte das Sterben sein?) nicht mehr auf.

:liquid6:,5
Zuletzt geändert von McClane am 11.12.2017, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von freeman » 12.10.2017, 18:10

Jip, dem "Fakt" widmete ich in meiner Kritik diese Zeile.
Beispielsweise wenn das Schicksal eines Wachschutzmannes eher beiläufig in einem Kameraschwenk abgearbeitet wird.
Denke, das war schon endgültig gemeint...

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Beitrag von McClane » 13.10.2017, 12:01

Da war ich mir im Review nicht ganz sicher, ob du das so meintest.

Für einen Wachschutzmann fehlen ihr anatomisch schließlich die cojones. :lol:
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Beitrag von SFI » 13.10.2017, 16:20

Wenn zu Beginn eine schwarze Wagenkolonne in Cinemascope durch den nächtlichen Regen braust und von einem pompösen Score begleitet wird, dann dünkt Security für einen Moment nach den großen Actionfilmen aus den 90ern. Spätestens wenn sich die Handlung in der Studiokulisse Einkaufszentrum einnistet und etwas tumbe Kaufhauscops mit "Home Alone" Fallen eher peinlichen Witz denn Schaden produzieren, schlägt die B-Movie Falle zu. Zum Glück rockt aber Banderas die Bude weg und wenn er beidhändig schießend über den Boden gleitet, dann jauchzt das Herz vor Freude. Generell geht es wenig zimperlich zur Sache und Banderas wütet sich in bester Stirb Langsam Marnier durch das Einkaufszentrum. Nun ist Security auch durchweg spannend und verzichtet auf nervige Fülldialoge. Feine Sache.

:liquid7: +
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Beitrag von freeman » 16.10.2017, 18:07

McClane hat geschrieben:Da war ich mir im Review nicht ganz sicher, ob du das so meintest.

Für einen Wachschutzmann fehlen ihr anatomisch schließlich die cojones. :lol:
Jupp, wollte net spoilern, darum das Spiel mit den Geschlechtern hihihihi

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Beitrag von kami » 16.10.2017, 21:28

Schöner B-Actioner, der endlich auch mal wieder etwas Budget mitbringt, so wie es sein sollte. Die meisten heutigen Vertreter des Actionfilms preiswerterer Natur sind ja eher C- bis Z-Movies.

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Beitrag von Vince » 10.12.2017, 08:06

Nur eine weitere „Stirb Langsam“-Variante – aber dafür eine mit garantiert sättigendem Nährstoffgehalt für alle, die aufs Wesentliche Wert legen. Was hauptsächlich daran liegt, dass das völlig aufs Situative fokussierte Drehbuch überflüssige Backgrounds links liegen lässt, um sich auf die Belagerung der Mall konzentrieren zu können. Dieser Schritt folgt der klugen Beobachtung, dass sich weniger unterhaltsame Vertreter aus der B-Klasse oftmals zu sehr in den Details ihrer meist nur zweckmäßigen Stories verheddern und das Interesse des Publikums bereits zur Hälfte verloren haben, bevor es überhaupt losgeht.

Antonio Banderas gilt ja als „Schnatterkönig“ unter den Actionhelden, bedient als bärtiger, in sich zurückgezogener Ex-Marine aber diesmal eine angenehm wortkarge Rolle, die er mit Selbstrespekt und Würde ausfüllt. Die Narrenkappe reicht er weiter an Liam McIntyre, dessen Vorstellung als selbstverliebtes Plappermaul mit Elvis-Tolle nach seinem „Spartacus“-Auftritt einem großen Absturz gleichzukommen scheint; allerdings entpuppt sich seine Figur als nicht ganz so eindimensional wie eingangs gedacht, was auf seine Mall-Cop-Kollegen Gabriella Wright, Chad Lindberg und Jiro Wang wiederum nur bedingt zutrifft. Ben Kingsley gelingt es auf der anderen Seite, trotz der sparsamen Erklärungen für sein Handeln ein gutes Maß an Bedrohlichkeit zu erzeugen, während er mit seinen Mitstreitern langsam das verriegelte Kaufhaus von außen einnimmt. Die junge Katherine de la Rocha spielt den Grund für die ganze Aufregung ohne störende Naivität oder Nervigkeit.

Damit hätte man die schematischen Bausteine für einen Standoff im Kaufhaus auch schon zusammen. Die ganz großen Gesten in Sachen Stunts, Action und Pyrotechnik mögen fehlen (obwohl ein per Hackebeil-Sprung ins Gebäude eindringender Baddie eine eindrucksvolle Figur macht), die aus lauernden Snipern, Schusswechseln, selbstgebastelten Fallen und auch manch größerem Geschütz bestehenden Schauwerte erscheinen aber durchaus wertig und abwechslungsreich.

Es gibt hier nichts zu sehen, das man nicht bald wieder vergessen hätte, aber wenn man einfach mal wieder Bock hat auf geradlinige B-Ware nach Action-Opas Familienrezeptur, ist „Security“ genau das Richtige.
:liquid6: ,5

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