Der Boxoffice Thread

Welche neuen Blockbuster versprechen viel und taugen wenig? Was gibt es Neues im Actionfilmsektor?
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Beitrag von StS » 24.09.2017, 17:17

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Matthew Vaughn's "Kingsman: The Golden Circle" ist $39 Millionen in den USA angelaufen: Etwas besser als der Vorgänger ($36.2 Millionen) - aber ein Stück weit hinter den Erwartungen. Vom Publikum gab´s ein "B+" CinemaScore - von den Kritikern 51% bei "RT". Aus dem Rest der Welt (11623 Kinos, um genau zu sein) kamen zusätzliche $61.2 Millionen hinzu...

Derweil ist "It" der erfolgreichste R-Rated-Horrorfilm aller Zeiten geworden und steuert auf die $500 Millionen (weltweit) zu - während "Ninjago" (aka "The LEGO Ninjago Movie") mit $21.2 Millionen (Platz 3, "B+" CinemaScore sowie 53% bei "RT") enttäuschte und der Horror-Streifen "Friend Request" mit $2 Millionen (samt eines "C+" CinemaScores und 20% bei "RT") auf Platz 7 einstieg...

Im "Speciality Bereich" erwirtschaftete "Stronger" (mit Jake Gyllenhaal und starken 95% bei "RT") indes $1,747,910 aus 574 Kinos, "Battle of the Sexes" (mit Emma Stone und Steve Carell) brachte es auf 86% bei "RT" und $525,000 aus 21 Locations und Stephen Frears' "Victoria and Abdul" (mit Judi Dench) kam mit 65% bei "RT" sowie $152,000 aus 4 Kinos ins Ziel...

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Beitrag von StS » 27.09.2017, 14:31

Ironischerweise sind Teens ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs von Horror-Filmen mit einem R-Rating...

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(HollywoodReporter.com)

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Beitrag von freeman » 27.09.2017, 17:49

Ergo kann man PG 13 auch abschaffen ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von SFI » 28.09.2017, 04:01

Eure Tipps für American Made und Flatliners

AM 10 Mio. $
Flatliners 8 Mio. $
Die letzte Wahl - Vom Ende des politischen Urteils

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Beitrag von McClane » 28.09.2017, 07:12

StS hat geschrieben:Ironischerweise sind Teens ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs von Horror-Filmen mit einem R-Rating...
Ist allerdings auch nichts Neues. In "Film/Genre" von 1999 verweist Rick Altman darauf, dass viele Filme extra auf ein R-Rating ausgelegt wurden, weil dies die wichtigste Zielgruppe (15-25 Jahre) am meisten ansprach, auch wenn Teile davon die Filme nicht "offiziell" bzw. eigentlich nur mit Eltern sehen durfte.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von StS » 28.09.2017, 07:17

McClane hat geschrieben:
StS hat geschrieben:Ironischerweise sind Teens ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs von Horror-Filmen mit einem R-Rating...
Ist allerdings auch nichts Neues. In "Film/Genre" von 1999 verweist Rick Altman darauf, dass viele Filme extra auf ein R-Rating ausgelegt wurden, weil dies die wichtigste Zielgruppe (15-25 Jahre) am meisten ansprach, auch wenn Teile davon die Filme nicht "offiziell" bzw. eigentlich nur mit Eltern sehen durfte.
Stimmt, ja. Aber ist schon interessant und ungewöhnlich, dass der Anteil der Minderjährigen in der zweiten Woche um 6% gestiegen ist.

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Beitrag von freeman » 28.09.2017, 18:00

AM sag ich 25
Flatliners 15

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 01.10.2017, 18:06

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Ein enges Rennen um die drei Spitzenpositionen gab es an diesem WoE an der US-Boxoffice - welches "It" am Ende knapp für sich entscheiden konnte. Die Stephen King Adaption steht weltweit inzwischen bei $553.1 Millionen! Voraussichtlich wird Doug Liman´s "American Made" mit rund $17 Millionen auf Platz 2 ins Ziel kommen - in etwa wie erwartet von dem Film, der Tom Cruise zumindest mal wieder einen Kritikererfolg beschert hat ("B+" CinemaScore und gute 87% bei "RT") sowie insgesamt bereits $81.7 Millionen eingespielt hat...

Auf Platz 5 ist unterdessen das "Flatliners"-Sequel/Remake mit etwa $6,700,000 gelandet. Während das Publikum noch gnädig war - "B-" CinemaScore - waren es die Kritiker dagegen nicht: 0% bei "RT"! Uff. Ansonsten war kaum etwas der Rede wert - höchstens vielleicht noch, dass das Watergate-Drama "Mark Felt: The Man Who Brought Down the White House" (mit Liam Neeson) im "Speciality-Bereich" $35,138 in 5 Kinos erwirtschaftete... in genauso vielen Lichtspielhäusern, wie es "Lucky" (mit dem kürzlich ja verstorbenen Harry Dean Stanton) zeitgleich auf $46,000 brachte.

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Beitrag von SFI » 04.10.2017, 04:17

Eure Tipps für Blade Runner 2049
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Beitrag von freeman » 04.10.2017, 17:38

75 Mille

In diesem Sinne:
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Beitrag von SFI » 05.10.2017, 04:45

60 Mio. Mücken
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Beitrag von freeman » 05.10.2017, 18:33

Ich denke auch, ich bin zu hoch, auch wegen seiner Länge... Aber vielleicht klappts ja.

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 08.10.2017, 17:21

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Hmmm... das hat man sich bei "Warner Bros." sicher etwas anders vorgestellt: Zwar ist "Blade Runner 2049" locker auf Platz 1 der US-Kinocharts eingestiegen - das aber bloß mit enttäuschenden $31.5 Millionen (vorm Wochenende gingen eigentlich alle von mindestens $45 Millionen aus). Angesichts des hohen $150 Millionen Budgets (ohne Marketingkosten) wird es der an sich prima bewertete Streifen ("A-" CinemaScore und 89% bei "RT") arg schwer haben, in die Gewinnzone vorzustoßen ($400 Millionen wurde da als Mindestziel des Studios genannt). Aus 63 weiteren Ländern kamen noch $50.2 Millionen hinzu...

Auf Platz 2 kam derweil das Survival-Drama "The Mountain Between Us" (mit Kate Winslet, Idris Elba, $10,100,000 sowie einem "A-" CinemaScore und 46% bei "RT) ins Ziel - vor "It" (steht insgesamt inzwischen bei $603.7 Millionen) und Neueinsteiger Nummer drei: "My Little Pony: the Movie" ("A-" Cinemascore, 58% bei "RT" und $8,800,000). Im "Speciality Bereich" brachte es "The Florida Project" (u.a. mit Willem Dafoe und stolzen 97% bei "RT) indes auf den besten Schnitt des WoEs - nämlich $152,622 aus 4 Kinos...

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Beitrag von SFI » 09.10.2017, 05:03

Viel Hype um nichts. Ein guter (unverständlicher) Leumund des Erstlings reicht halt nicht immer für einen Erfolg des Sequels. :lol: Da der zudem weltweit zeitgleich startete, werden wohl auch nicht mehr $ blinken. Schon ein Armutszeugnis. Dafür ist das imdb rating sehr stark, vielleicht gibts einen Oscar. :wink:
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Beitrag von McClane » 09.10.2017, 12:58

Nicht nur das Imdb-Rating ist hoch, auch die Kritiker sind begeistert. Vielleicht eifert er damit ja dem Erstling nach, der damals auch ein kommerzieller Flop war, sich aber zum (vollkommen verdient) geschätzten Klassiker gewandelt hat.
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Beitrag von Taran-tino » 09.10.2017, 13:52

Ich fand den auch eine Wucht! Optisch und Akustisch eine Granate wie schon lange nicht mehr erlebt, ich dachte das Kino bricht auseinander.

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Beitrag von freeman » 09.10.2017, 17:45

Das ist wohl wahr. Der hat teilweise so derbe gedröhnt, dass der Subwoofer des Saals sich beinahe anschickte, die Biege zu machen und eher nach Hochtöner klang :lol:

Das hat aber nicht verhindern können, dass während des Films einige eingepennt sind...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Taran-tino » 09.10.2017, 20:36

Ist halt kein Transformers oder Fast, nichts für die Masse.

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Beitrag von Vince » 10.10.2017, 17:34

McClane hat geschrieben:Nicht nur das Imdb-Rating ist hoch, auch die Kritiker sind begeistert. Vielleicht eifert er damit ja dem Erstling nach, der damals auch ein kommerzieller Flop war, sich aber zum (vollkommen verdient) geschätzten Klassiker gewandelt hat.
Nur dass ich irgendwie das Gefühl habe, wir leben in einer Zeit, in der es Filmen nicht mehr gestattet ist, sich zu Klassikern zu entwickeln. Die letzten echten Klassiker, die mir einfallen, stammen aus den Jahren 2001 bis 2003. Inzwischen werden Filme eher als Konsumgüter angesehen, die man sich einmal anschaut, bei besonders guten Exemplaren in der spontanen Begeisterung vielleicht sogar mal ein "Meisterwerk" oder eben "Instant-Klassiker" raushaut... und Jahre später ist er von Wellen weiterer Meisterwerke überrollt worden.
Ohne ihn bisher gesehen zu haben: Bei "Blade Runner 2049" habe ich aufgrund der Bilder, Trailer, der ganzen Konstellation und der Rezensionen und Reaktionen irgendwie ein ähnliches Gefühl. Mal sehen, ob ich das nach Sichtung (die hoffentlich noch im Kino stattfindet) anders sehen werde.

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Beitrag von McClane » 11.10.2017, 13:25

Das Problem ist allerdings auch, dass man vielleicht nicht so direkt wahrnimmt, dass man gerade einen Klassiker schaut. Als ich damals "Matrix" im Kino sah, da dachte ich "Cooler, ungewöhnlicher Actionfilm", hätte aber nicht gedacht, dass sich das Ganze zum stilprägenden Klassiker verwächst.

Deshalb fallen mir auch wenige (potentielle) Klassiker aus den letzten Jahren ein ("The Dark Knight" wäre einer post-2003), aber das wird die Filmgeschichte regeln. Filme waren schon immer ein Konsumgut, auch in früheren Jahrzehnten hat man etwa wie blöde Western von der Stange produziert, weil die gut liefen, und "unfallweise" kamen dann die Klassiker von Ford und Hawks dabei rum. Natürlich hat man (gerade als erfahrener Filmfan) in der heutigen Zeit öfter das "Kenn ich schon"-Gefühl und es wird immer schwerer Akzente zu setzen, natürlich hat sich in Zeiten von immer teurerem Filmemachen und größer Konzernvernetzung die Kommerzialisierung des (Mainstream-)Films verschärft, aber ich halte diese Debatte für etwas ahistorisch, da man die Argumente, dass das jeweils aktuelle Kino das schlechteste, kommerziellste und gedankenloseste sei, in quasi jedem Jahrzehnt finden; gerade zum richtigen Durchstarten der Blockbusterära in den 1980er-Jahren findet man viele Argumente, die heute von jenen vorgebracht werden, für die die Eighties eine warme Insel der Glückseligkeit bleiben.
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Beitrag von Vince » 11.10.2017, 14:43

Was den letzten Abschnitt angeht, missverstehst du mich allerdings; ich halte das aktuelle Kino keineswegs pauschal für das schlechteste (bin sogar im Gegenteil ein Verfechter des Gegenwartskinos), Klassikerbildung hat ja auch nicht zwangsläufig etwas mit Qualität zu tun, denn man kann heute ebenso gut 50 Jahre alte Klassiker anfechten bzw. demontieren wie man unbekannte, aber brillante Filme aus der gleichen zeit entdecken kann.

Und beim "Herrn der Ringe" (2001-2003) hatte ich schon kurze Zeit später das Gefühl, dass das ein Klassiker wird. "The Dark Knight" ist in der Tat nah dran (eben auch verstärkt durch Ledgers Ableben), aber die Dichte ist inzwischen schon spürbar geringer. Wenn man sich überlegt, welche Filme in den 90ern Klassiker wurden... "Schlaflos in Seattle", "Braveheart", so etwas würde heute im Gewimmel untergehen. Und selbst wenn sich mal etwas abhebt und als außergewöhnlich betrachtet wird, dann meist nur in dem halben Jahr zwischen Kinostart und Heimkino-Veröffentlichung.

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Beitrag von SFI » 11.10.2017, 16:24

Nur dass ich irgendwie das Gefühl habe, wir leben in einer Zeit, in der es Filmen nicht mehr gestattet ist, sich zu Klassikern zu entwickeln.
Beispielsweise haben alle Post-HDR Fantasy Flicks versagt, aber vielleicht nicht weil HDR so gut ist, sondern weil die Drehbücher so panne und die Filme seelenlos geworden sind. Selbst der Hobbit litt doch unter dem Phänomen. Ein Grund könnte sein, dass die Technik die Erzählkunst in ihrer Wichtigkeit überholt hat. Ein Braveheart würde daher imo auch heute noch zum Klassiker mutieren.
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Beitrag von McClane » 11.10.2017, 16:56

@ Vince

Achso, da hatte ich dich falsch verstanden.

Ein zusätzliches Problem ist sicher auch jenes, dass man heutzutage auf viel mehr Filme Zugriff hat, den digitalen Medien sei Dank, und sich daher der Konsum daher immer weiter aufsplittert. Heutzutage freut man sich auf den nächsten Actionkracher aus Indonesien, in den 1990ern wusste man noch nicht einmal, dass Indonesien eine Filmindustrie hat. Und die Filme sind eben immer schneller, immer direkter verfügbar, da wird vielleicht der Film rein von der Rezeption zum Konsumgut. In den 1990ern blieb man unter Umständen am Samstag Abend daheim um die Free-TV-Premiere des neuesten Blockbusters zu sehen, wodurch natürlich viel mehr diskutiert wurde am Tag danach und die Filme vielleicht so auch mehr Stellenwert hatten (ähnlich erlebt man ja gerade bei TV-Serien, wo sich die Klassikerbildung gerade bei den Erstausstrahlungen bald abzeichnet).

Noch dazu ist die Rezeption immer schwerer steuerbar. Ich erinnere mich an Zeiten in den 1990ern, wo man nicht durchs Fernsehprogramm schalten konnte und nicht irgendwo was über den Super-Duper-Eventfilm des Jahres (z.B. "Independence Day" oder "Twister") zu erfahren; heutzutage soll das ja alle drei, vier Wochen einer sein und man hat nicht zuletzt dank Internet viel mehr Communities, wo man von einem mehr, vom anderen fast gar nichts mitbekommt.
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Beitrag von freeman » 11.10.2017, 17:41

Für mich ist die Musikindustrie dahingehend DER Spiegel schlechthin. Da ist es imo noch krasser: Welcher Song, der in den letzten 10 Jahren rauskam, hat denn heute irgendeine echte Relevanz?

Ich finde beispielsweise auch, dass Binge Watching eine absolute Herabwürdigung der Arbeit der Leute ist, die da dahinter stehen. Erinnert ihr euch noch an Akte X damals? Wie auf jede Folge hingefiebert wurde und wie die letzte Folge am Tag drauf Gesprächsthema Numero Uno im Schulbus war? Heute kann man sich mit keinem mehr über Serien unterhalten, weil man denjenigen ja sonst spoilern könnte und es ja gar nichts Schlimmeres mehr gibt.

Letzten Endes wird der mediale Ausstoß doch heute kaum noch gewürdigt. Alles wird schnell konsumiert und abgeurteilt. Eine Auseinandersetzung mit dem Werk findet doch gar nicht mehr statt. Alles geht immer schneller und wird immer oberflächlicher. Schaut euch Facebook an: Damals diente das Ding zum Kommunizieren, heute bekommen nur noch Videos mit Katzen und Hunden Aufmerksamkeit und "Relevanz".

Selbst vor Trailer werden 5-sekündige Teaser zum gleich folgenden, episch langen 2-minüter geschaltet. Gehts bitte noch behinderter? Und Regisseure lamentieren inzwischen sogar, dass ihnen Studios nahelegen, keine Totalen mehr zu nutzen. Die sind einfach nicht ideal für Handys. Und seien wir doch ehrlich: Ein Herr der Ringe, auf Handy geschaut, wäre heute auch kein relevanter Film. Im Grunde sind wir alle selber schuld an der Entwicklung. Und Hollywood und Co. liefern nur wie gewohnt ab.

Wie gesagt, bei Blade Runner haben in meiner Vorstellung mehr Leute geschnarcht, als in allen anderen Filmen, die ich vorher im Kino gesehen habe insgesamt. Mich hat schon gewundert, dass die nicht 5 Pausen inzwischen machen, damit man zwischendurch mal twittern kann, wie öde der Film bisher ist.

Kurzum: Es wird einfach alles immer kurzatmiger und damit freilich auch die Medien, die genau das bedienen müssen. Bzw. die meinen, es zu müssen. Leider. Und es wird sich in keinster Weise zum Positiven hin ändern. Soviel ist mal sicher. Es werden sich nur einige Medien selbst abschaffen, wie das Fernsehen. Echte Klassiker aber, die werden weiterhin absolute Mangelware bleiben. Außer, es bemüht sich mal wieder wer, dem Klassikerbegriff Gewicht zu geben. So wie wir bei der Action ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 15.10.2017, 17:32

Bild

"Happy Death Day" beschert dem Horror-Genre sowie "Universal Pictures/Blumhouse Productions" einen weiteren Sieg: Produziert für unter 5 Millionen Dollar, gab´s von den Zuschauern ein "B" CinemaScore, von den Kritikern 64% bei "RT" sowie $26.5 Millionen an der Boxoffice. Für "Blade Runner 2049" ging´s indes um 53.9% runter - der Streifen steht weltweit bislang bei $158.6 Millionen...

Auf Platz 3 stieg der Action-Thriller "the Foreigner" (mit Jackie Chan und Pierce Brosnan) ein: $12.8 Millionen, ein "A-" CinemaScore und 57% bei "RT" konnten da verbucht werden. In diversen anderen Ländern hat der Streifen bereits $88 Millionen erwirtschaftet. Alles in allem steht "IT" derweil übrigens bei $630.6 Millionen, "American Made" bei $112.1 Millionen und "Kingsman: The Golden Circle" bei $286.6 Millionen...

Im "Limited Release- und Speciality-Bereich" spielte das Bio-Drama "Marshall" (mit Chadwick Boseman und Josh Glad) $3 Millionen in 821 Kinos ein (87% bei "RT"), startete "Professor Marston and the Wonder Women" mit enttäuschenden $737,000 aus 1229 Kinos (87% bei "RT"), kamen beim A.A. Milne Biopic "Goodbye Christopher Robin" (mit Domhnall Gleeson und Margot Robbie) $55,800 aus 9 Kinos zusammen (63% bei "RT") und lief Andy Serkis’ Spielfilm-Regiedebüt "Breathe" (mit Andrew Garfield und Claire Foy) mit $26,254 aus 4 Kinos an (57% bei "RT")...

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