Filmtagebuch: LivingDead
Moderator: SFI
- MysteryBobisCREEPY
- Action Experte

- Beiträge: 8144
- Registriert: 27.10.2004, 21:29
- Wohnort: 7ter Kreis der Hölle
- Kontaktdaten:
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Jap, hätte ich nicht gedacht, dass der so reinhaut. Der gehört ab sofort zu meinen absoluten Lieblings-Science-Fictionern.
Eiskalte Engel

Da ist eine Bewertung für mich ziemlich schwierig. Einerseits gingen mir die maßlos überzeichneten Charaktere stellenweise ordentlich auf den Keks, andererseits ist die Inszenierung sehr edel und der Soundtrack genial. Insgesamt habe ich mich auch nicht wirklich gelangweilt gefühlt und die dramatische Wendung gen Ende rüttelt dann wieder wach... Reicht gerade so für:

Eiskalte Engel

Da ist eine Bewertung für mich ziemlich schwierig. Einerseits gingen mir die maßlos überzeichneten Charaktere stellenweise ordentlich auf den Keks, andererseits ist die Inszenierung sehr edel und der Soundtrack genial. Insgesamt habe ich mich auch nicht wirklich gelangweilt gefühlt und die dramatische Wendung gen Ende rüttelt dann wieder wach... Reicht gerade so für:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Kihi... jo, Chef... ;)
Trainspotting - Neue Helden

Immer wieder ein kultiges Vergnügen, welches auf erstaunliche Weise die Waage zwischen Humor und Härte hält. Der Soundtrack rockt auch heute noch und die Darsteller sieht man immer wieder gerne. Toller Film.
Schnappt Shorty

Endlich mal gesehen. Cooler Film - cooler Travolta. Was will man mehr? Bin mal gespannt, inwieweit "Be Cool" da mithalten kann. Dieser hier bekommt von mir jedenfalls die...

Trainspotting - Neue Helden

Immer wieder ein kultiges Vergnügen, welches auf erstaunliche Weise die Waage zwischen Humor und Härte hält. Der Soundtrack rockt auch heute noch und die Darsteller sieht man immer wieder gerne. Toller Film.
Schnappt Shorty

Endlich mal gesehen. Cooler Film - cooler Travolta. Was will man mehr? Bin mal gespannt, inwieweit "Be Cool" da mithalten kann. Dieser hier bekommt von mir jedenfalls die...
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Be Cool

Tja, leider war "Be Cool" dann tatsächlich doch nur ein höchst mittelprächtiges Sequel, welches die Spritzigkeit und Originalität des Vorgängers vermissen lässt. Zwar gibt es einige wirklich gelungene Szenen (vorallem jene, mit dem genaial aufspielenden "The Rock"), diese trösten aber nicht über die zähe Geschichte und die Ideenlosigkeit des Skripts hinweg. Schade - denn das Staraufgebot sucht wirklich seinesgleichen...


Tja, leider war "Be Cool" dann tatsächlich doch nur ein höchst mittelprächtiges Sequel, welches die Spritzigkeit und Originalität des Vorgängers vermissen lässt. Zwar gibt es einige wirklich gelungene Szenen (vorallem jene, mit dem genaial aufspielenden "The Rock"), diese trösten aber nicht über die zähe Geschichte und die Ideenlosigkeit des Skripts hinweg. Schade - denn das Staraufgebot sucht wirklich seinesgleichen...
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
American Beauty

Hier geht´s zur kompletten ofdb.de - Kritik...
Der Titel lässt schon leicht erahnen, worum es in diesem Film geht. Es geht um Schönheit. Doch wie definiert man Schönheit. Vor allem mit dem Attribut des „American“? Was ist denn die „amerikanische Schönheit“?
Neben der hinreißenden Story über die verklemmte und verlogene Gesellschaft der amerikanischen Mittelschicht, welche mit ihren satirischen Untertönen und den offensichtlichen Seitenhieben auf das amerikanische Vorstadtleben genüsslich parodiert wird, glänzt der Film vor allen Dingen durch seine perfekte Inszenierung, die mit surrealen Bildern und der harmonischen Musik vom Soundtrack-Spezialisten Thomas Newman wunderbar sympathisiert. Dass der Film dabei niemals ins Lächerliche abdriftet und eine gesunde Mischung aus funktionierendem lakonischen Humor und Drama-Elementen präsentiert, ist dem Oscar-Preisträger Alan Ball zu verdanken, der hier ein geniales Skript ablieferte, welches durch die Regie von Sam Mendes eine kongeniale Umsetzung widerfuhr. Aber auch die Darsteller geben hier Bestleistungen ab. Kevin Spacey mimt den gelangweilten und frustrierten Mittelschichtler mit einer solchen Überzeugungskraft, dass man mit ihm mitfühlt und in den richtigen Momenten von seinem Verhalten regelrecht schockiert ist; gerade weil man für seine Rolle so viel Verständnis aufbringt. Dass die einzige wirkliche Identifikationsperson in diesem Film dann ein jugendlicher Drogendealer ist – verkörpert durch den genialen Mimen Wes Bentley – zeugt dann von der Ironie, welche dem Film in jeder Minute umwebt.
Zwar ist auch „American Beauty“ beileibe nicht perfekt, denn auch hier gibt es einige Story-Längen, die aber in Anbetracht der mehr als gelungenen Umsetzung wieder rehabilitiert werden. Und somit haben wir es dann letztendlich mit einem kleinen Meisterwerk zu tun, welches damals völlig zu Recht mit 5 Oscars (u. a. als „Bester Film“) ausgezeichnet wurde.


Hier geht´s zur kompletten ofdb.de - Kritik...
Der Titel lässt schon leicht erahnen, worum es in diesem Film geht. Es geht um Schönheit. Doch wie definiert man Schönheit. Vor allem mit dem Attribut des „American“? Was ist denn die „amerikanische Schönheit“?
Neben der hinreißenden Story über die verklemmte und verlogene Gesellschaft der amerikanischen Mittelschicht, welche mit ihren satirischen Untertönen und den offensichtlichen Seitenhieben auf das amerikanische Vorstadtleben genüsslich parodiert wird, glänzt der Film vor allen Dingen durch seine perfekte Inszenierung, die mit surrealen Bildern und der harmonischen Musik vom Soundtrack-Spezialisten Thomas Newman wunderbar sympathisiert. Dass der Film dabei niemals ins Lächerliche abdriftet und eine gesunde Mischung aus funktionierendem lakonischen Humor und Drama-Elementen präsentiert, ist dem Oscar-Preisträger Alan Ball zu verdanken, der hier ein geniales Skript ablieferte, welches durch die Regie von Sam Mendes eine kongeniale Umsetzung widerfuhr. Aber auch die Darsteller geben hier Bestleistungen ab. Kevin Spacey mimt den gelangweilten und frustrierten Mittelschichtler mit einer solchen Überzeugungskraft, dass man mit ihm mitfühlt und in den richtigen Momenten von seinem Verhalten regelrecht schockiert ist; gerade weil man für seine Rolle so viel Verständnis aufbringt. Dass die einzige wirkliche Identifikationsperson in diesem Film dann ein jugendlicher Drogendealer ist – verkörpert durch den genialen Mimen Wes Bentley – zeugt dann von der Ironie, welche dem Film in jeder Minute umwebt.
Zwar ist auch „American Beauty“ beileibe nicht perfekt, denn auch hier gibt es einige Story-Längen, die aber in Anbetracht der mehr als gelungenen Umsetzung wieder rehabilitiert werden. Und somit haben wir es dann letztendlich mit einem kleinen Meisterwerk zu tun, welches damals völlig zu Recht mit 5 Oscars (u. a. als „Bester Film“) ausgezeichnet wurde.
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Requiem for a Dream

Ganz starker Tobak... Klasse Schauspieler und eine Inszenierung irgendwo zwischen hartem Realismus und bizarrer Realitätsentfremdung mit skurrilem Einschlag. Die letzten 20 Minuten sind dann so dermaßen intensiv, dass man manchmal gar nicht in den Fernseher schauen möchte.
Das einzig Negative ist imo, dass nach etwa einer Stunde so ziemlich klar ist, wo uns der Film hinführt und das Geschehen dadurch ein klein bisschen zu linear verläuft. Als Schocktherapie jedoch funktioniert der Film hervorragend...


Das einzig Negative ist imo, dass nach etwa einer Stunde so ziemlich klar ist, wo uns der Film hinführt und das Geschehen dadurch ein klein bisschen zu linear verläuft. Als Schocktherapie jedoch funktioniert der Film hervorragend...
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
-
Cyborg Cop
- Action Prolet

- Beiträge: 1044
- Registriert: 16.05.2006, 10:52
- Wohnort: Bochum
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Jo, nach "AB" habe ich auch nicht eine nicht ganz so depressive Stimmung... Hab den jetzt auch schon zum 3. Mal gesehen...Cyborg Cop hat geschrieben:@ American Beauty: Spielt im großen und ganzen in derselben Liga, wie Leaving Las Vegas, nur mit dem Unterschied, daß ich American Beauty schon bestimmt 4x gesehen habe.
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
The Hitcher [2007]

Das Original mit Rutger Hauer habe ich bis dato noch nicht gesehen. Einem Vergleich braucht sich der Film daher nicht stellen. Dennoch ist das Ergebnis höchstens knapp überdurchschnittlich. Das liegt zum Teil daran, dass Sean Bean zwar sehr gut spielt, aber zu keiner Zeit wirklich angsteinflößend wirkt. Die beiden jugendlichen Hauptdarsteller machen ihre Sache solide - setzen aber keinerlei Akzente. Sophia Bush darf zumindest gut aussehen...
Die Inszenierung schwankt immer zwischen vordergründigem Actionmovie und seichtem Suspense-Psycho-Thriller mit einigen netten Splattereinlagen; die Musik ist stimmungsvoll und die Laufzeit mit ihren knapp 80 Minuten sorgt dafür, dass der Film äußerst kurzweilig vorüber geht. Ich hatte durchaus meinen Spaß. Daher:


Das Original mit Rutger Hauer habe ich bis dato noch nicht gesehen. Einem Vergleich braucht sich der Film daher nicht stellen. Dennoch ist das Ergebnis höchstens knapp überdurchschnittlich. Das liegt zum Teil daran, dass Sean Bean zwar sehr gut spielt, aber zu keiner Zeit wirklich angsteinflößend wirkt. Die beiden jugendlichen Hauptdarsteller machen ihre Sache solide - setzen aber keinerlei Akzente. Sophia Bush darf zumindest gut aussehen...
Die Inszenierung schwankt immer zwischen vordergründigem Actionmovie und seichtem Suspense-Psycho-Thriller mit einigen netten Splattereinlagen; die Musik ist stimmungsvoll und die Laufzeit mit ihren knapp 80 Minuten sorgt dafür, dass der Film äußerst kurzweilig vorüber geht. Ich hatte durchaus meinen Spaß. Daher:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
The Sentinel - Wem kannst du trauen?

Mit einem Wort: Öde. So ziemlich alles, was man in diesem Film zu sehen bekommt, hat man so oder so ähnlich schon zig mal vorher präsentiert bekommen. Seien es TV-Serien wie "24", Thriller wie "In the Line of Fire" oder ähnliche Vertreter. Dazu wurden die Rollen auch nach genau jenen Stereotypen besetzt, wie man sie schon tausendfach vorher gesehen hat (Sutherland mal wieder als eine Art Jack Baur und Michael Douglas als der unschuldig Verfolgte). Auch die Inszenierung langweilt, obwohl sie durchaus in den richtigen Momenten für Tempo sorgt; aber so wirklich spektakulär oder spannend wird es zu keiner Zeit. Der Schluss ist dann erst so richtig enttäuschend, denn die finale Überraschung bleibt komplett aus... Was bleibt, ist komplette Leere...


Mit einem Wort: Öde. So ziemlich alles, was man in diesem Film zu sehen bekommt, hat man so oder so ähnlich schon zig mal vorher präsentiert bekommen. Seien es TV-Serien wie "24", Thriller wie "In the Line of Fire" oder ähnliche Vertreter. Dazu wurden die Rollen auch nach genau jenen Stereotypen besetzt, wie man sie schon tausendfach vorher gesehen hat (Sutherland mal wieder als eine Art Jack Baur und Michael Douglas als der unschuldig Verfolgte). Auch die Inszenierung langweilt, obwohl sie durchaus in den richtigen Momenten für Tempo sorgt; aber so wirklich spektakulär oder spannend wird es zu keiner Zeit. Der Schluss ist dann erst so richtig enttäuschend, denn die finale Überraschung bleibt komplett aus... Was bleibt, ist komplette Leere...
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Pans Labyrinth

Auszüge aus meiner ofdb.de - Kritik:
Guillermo Del Toro sagt über seinen Film, er habe ein Märchen für Erwachsene machen wollen. Ein Märchen für Erwachsene. Und dennoch hat dieser Film weniger mit den Gebrüdern Grimm gemeinsam, als man vermuten möchte; obwohl ständig Fabelwesen wie Feen, Pane oder auch Prinzessinnen vorkommen, denn „Pans Labyrinth“ ist im Endeffekt eher ein Kriegs-Drama, angereichert mit fantastischen Elementen, als es umgekehrt der Fall ist.
Guillermo Del Toro („Blade 2“) zeigt mit diesem Film, dass er weitaus mehr kann, als nur Horrorfilme oder Actioner zu drehen. Er präsentiert mit „Pans Labyrinth“ seinen bisher stärksten und reifsten Film; und zugleich eine ergreifende Parabel auf die Hoffnung, die Träume und die Unschuld, welche von der kleinen Ofelia ausgeht.
Ofelia, erstaunlich feinfühlig dargestellt von der 13-Jährigen Ivana Baquero, ist dabei Haupt- und Angelpunkt der Handlung. Sie ist komplett gefangen in der Welt der Märchen, in denen es von Feen und Prinzessinnen nur so wimmelt. In Anbetracht der grausamen Realität verschwimmen für sie die Grenzen des Fiktiven mit der Wahrheit von mal zu mal. Del Toro schreckt dabei auch nicht vor sehr brutalen und blutrünstigen Szenen zurück, welche völlig unerwartet und äußerst explizit gezeigt werden. So zerschmettert der Hauptmann in einer Szene mit einer Flasche das Gesicht eines armen Bauern, oder wir werden Zeugen von Folterungen, Verstümmelungen und einer äußerst blutigen Geburt. Wer jetzt aufschreckt, dem sei gesagt, dass auch Grimmsche Märchen von Gewalt durchzogen waren und die Grausamkeiten ebenso wie bei diesem Film fester Bestandteil der Geschichten sind und niemals dem Selbstzweck verfallen. Und nochmals: Für Kinder ist der Film definitiv nicht geeignet.
Doch auch in Ofelias Traumwelt spiegelt sich dieser Aspekt wider. So begegnet sie dort dem Kinder fressenden Pale Man, welcher durch die Habgier des kleinen Mädchens zum Leben erweckt wird, und seine Augen in den Händen trägt. Eine wahrlich schaurige Szene, welche einmal mehr deutlich macht, dass Ofelia selbst in ihrer Traumwelt stets von Gewalt und Ängsten umgeben ist, denen sie sich stellen muss.
Del Toro beweist hier erstmals seinen Feinsinn für das sensible Geschichtenerzählen und präsentiert überzeichnete, aber nichtsdestotrotz äußerst glaubwürdige und greifbare Charaktere, welche sich komplett in die magische Geschichte einverleiben. Dazu tragen auch die durchweg sehr guten Schauspielleistungen bei.
„Pans Labyrinth“ ist ein schwieriges, aber nichtsdestotrotz fantastisches Erlebnis. Das heißt nicht, dass er jedem gefallen wird. Vor allem das Mainstream-Publikum wird dem Film nicht viel abgewinnen können, denn leichte Kost ist Del Toros beeindruckendes Horror-Märchen beileibe nicht. Und dennoch: Wer sich wieder einmal an die grausamen Märchen alter Kindheitstage erinnert fühlen, oder einfach nur einem magischen und selten gewordenem Filmerlebnis beiwohnen möchte, dem sei „Pans Labyrinth“ wärmstens empfohlen.


Auszüge aus meiner ofdb.de - Kritik:
Guillermo Del Toro sagt über seinen Film, er habe ein Märchen für Erwachsene machen wollen. Ein Märchen für Erwachsene. Und dennoch hat dieser Film weniger mit den Gebrüdern Grimm gemeinsam, als man vermuten möchte; obwohl ständig Fabelwesen wie Feen, Pane oder auch Prinzessinnen vorkommen, denn „Pans Labyrinth“ ist im Endeffekt eher ein Kriegs-Drama, angereichert mit fantastischen Elementen, als es umgekehrt der Fall ist.
Guillermo Del Toro („Blade 2“) zeigt mit diesem Film, dass er weitaus mehr kann, als nur Horrorfilme oder Actioner zu drehen. Er präsentiert mit „Pans Labyrinth“ seinen bisher stärksten und reifsten Film; und zugleich eine ergreifende Parabel auf die Hoffnung, die Träume und die Unschuld, welche von der kleinen Ofelia ausgeht.
Ofelia, erstaunlich feinfühlig dargestellt von der 13-Jährigen Ivana Baquero, ist dabei Haupt- und Angelpunkt der Handlung. Sie ist komplett gefangen in der Welt der Märchen, in denen es von Feen und Prinzessinnen nur so wimmelt. In Anbetracht der grausamen Realität verschwimmen für sie die Grenzen des Fiktiven mit der Wahrheit von mal zu mal. Del Toro schreckt dabei auch nicht vor sehr brutalen und blutrünstigen Szenen zurück, welche völlig unerwartet und äußerst explizit gezeigt werden. So zerschmettert der Hauptmann in einer Szene mit einer Flasche das Gesicht eines armen Bauern, oder wir werden Zeugen von Folterungen, Verstümmelungen und einer äußerst blutigen Geburt. Wer jetzt aufschreckt, dem sei gesagt, dass auch Grimmsche Märchen von Gewalt durchzogen waren und die Grausamkeiten ebenso wie bei diesem Film fester Bestandteil der Geschichten sind und niemals dem Selbstzweck verfallen. Und nochmals: Für Kinder ist der Film definitiv nicht geeignet.
Doch auch in Ofelias Traumwelt spiegelt sich dieser Aspekt wider. So begegnet sie dort dem Kinder fressenden Pale Man, welcher durch die Habgier des kleinen Mädchens zum Leben erweckt wird, und seine Augen in den Händen trägt. Eine wahrlich schaurige Szene, welche einmal mehr deutlich macht, dass Ofelia selbst in ihrer Traumwelt stets von Gewalt und Ängsten umgeben ist, denen sie sich stellen muss.
Del Toro beweist hier erstmals seinen Feinsinn für das sensible Geschichtenerzählen und präsentiert überzeichnete, aber nichtsdestotrotz äußerst glaubwürdige und greifbare Charaktere, welche sich komplett in die magische Geschichte einverleiben. Dazu tragen auch die durchweg sehr guten Schauspielleistungen bei.
„Pans Labyrinth“ ist ein schwieriges, aber nichtsdestotrotz fantastisches Erlebnis. Das heißt nicht, dass er jedem gefallen wird. Vor allem das Mainstream-Publikum wird dem Film nicht viel abgewinnen können, denn leichte Kost ist Del Toros beeindruckendes Horror-Märchen beileibe nicht. Und dennoch: Wer sich wieder einmal an die grausamen Märchen alter Kindheitstage erinnert fühlen, oder einfach nur einem magischen und selten gewordenem Filmerlebnis beiwohnen möchte, dem sei „Pans Labyrinth“ wärmstens empfohlen.
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Hm, das kann ich so an einer Szene gar nicht ausmachen. Nur im Gesamten finde ich den Film dann stellenweise etwas zu "zusammengewürfelt", bzw. einige Szenen wirken irgendwie unpassend zum Rest. Das fiel mir vor allem zum Schluss auf. Ansonsten mag ich den Film auch sehr; tendiere sogar eher zur 8.Fäb hat geschrieben:was meinst du da beispielsweise?
Einer meiner absoluten Lieblinge dieser großartige Film :)
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Species

Handwerklich sehr gut gemachter Ekel-Sci-Fictioner mit deutlichen Anlehnungen an die "Alien"-Reihe, ohne auch nur im Ansatz dessen Qualitäten zu erreichen. Davon ab, frischt Donaldson mit seinem Film das Genre dadurch auf, ein Alien in einem (hübschen) Frauenkörper zu platzieren, wodurch der Erotikanteil zunimmt und sich das Horrorszenario auf einen unserer intimsten Orte verlagert: Das Schlafzimmer.
Das Drehbuch ist jedoch mangelhaft, wodurch die erstklassige Schauspielergarde ziemlich verheizt wird. Ansonsten ein netter Streifen.
Species II

In allen Belangen dem netten Vorgänger unterlegen, langweilt der Film durch seine uninspirierte Inszenierung und den lustlosen Schauspielern. Die Effekte sind stellenweise sogar richtig grottig und sowieso wirkt der Film wie ein etwas teureres C-Movie. Alles in allem ein extrem anödendes Sequel, welches selbst dem nicht gerade perfekten Original weitaus unterlegen ist.
Ultraviolet

Jo, den hab ich mir dann gestern auch endlich mal gegeben. Nach den Kritiken hatte ich meinen Erwartungshalt auch entsprechend einpegeln können und wurde letztlich darin auch bestätigt. Milla Jovovich spielt hölzern wie ein Stein, das Setting erinnert in seiner - im wahrsten Sinne des Wortes - artifiziellen Aufmachung an "Equilibrium"; und auch ansonsten orientiert sich Wimmer sehr stark an seinem Achtungserfolg. Die Story ist nicht der Rede wert, zu viele Fragen bleiben offen, und auch die Motivation der Hauptdarstellerin wird nie wirklich erklärt. Warum fängt sie auf einmal an, den Jungen zu beschützen... Warum stellt sie sich auf einmal ihren Auftraggebern in den Weg? Warum, warum, warum? Antworten umgeht Wimmer mehr oder weniger geschickt. Selbst die für ihn typischen kritischen Tendenzen zu totalitären Regimen gehen in der überfrachteten Story komplett unter. Viel mehr reiht er eine Actionszene an die Nächste; und die sehen durch das mangelnde Budget auch nicht gerade hübsch aus; auch wenn sie irgendwo ihren ganz eigenen Reiz haben. Letztlich fehlt es aber auch bei der Optik an der nötigen Konsequenz. Und so wirken die "Realszenen" auch recht künstlich und fügen sich nicht so wirklich in das Gesamtbild ein.
Schade, irgendwie mag ich den Wimmer ja auch. Und dass er mit seinen Filmen mehr ausdrücken möchte, als er es letztlich macht, kaufe ich ihm auch gerne ab. Dem Zuschauer aber solch ein unfertiges Werk vorzusetzen, ist eine Frechheit. "Equilibrium" war ganz in Ordnung; aber mit "Ultraviolet" zeigt Wimmer, dass er dann doch besser NUR Drehbücher schreiben sollte, als dann auch auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen...
Die Insel

Immer wieder ein nett anzusehender Sci-Fiction-Kracher mit superben Darstellern, die aber teilweise deutlich zu wenig Screentime besitzen (Michael Clarke Duncan). Ansonsten überzeugt der Film durch eine brisante Story und tollen Verfolgungsjagden.
Zwar geht dem Film nach der Hälfte der Laufzeit etwas die Puste aus, unterhaltsam ist er aber allemal...


Handwerklich sehr gut gemachter Ekel-Sci-Fictioner mit deutlichen Anlehnungen an die "Alien"-Reihe, ohne auch nur im Ansatz dessen Qualitäten zu erreichen. Davon ab, frischt Donaldson mit seinem Film das Genre dadurch auf, ein Alien in einem (hübschen) Frauenkörper zu platzieren, wodurch der Erotikanteil zunimmt und sich das Horrorszenario auf einen unserer intimsten Orte verlagert: Das Schlafzimmer.
Das Drehbuch ist jedoch mangelhaft, wodurch die erstklassige Schauspielergarde ziemlich verheizt wird. Ansonsten ein netter Streifen.
Species II

In allen Belangen dem netten Vorgänger unterlegen, langweilt der Film durch seine uninspirierte Inszenierung und den lustlosen Schauspielern. Die Effekte sind stellenweise sogar richtig grottig und sowieso wirkt der Film wie ein etwas teureres C-Movie. Alles in allem ein extrem anödendes Sequel, welches selbst dem nicht gerade perfekten Original weitaus unterlegen ist.
Ultraviolet

Jo, den hab ich mir dann gestern auch endlich mal gegeben. Nach den Kritiken hatte ich meinen Erwartungshalt auch entsprechend einpegeln können und wurde letztlich darin auch bestätigt. Milla Jovovich spielt hölzern wie ein Stein, das Setting erinnert in seiner - im wahrsten Sinne des Wortes - artifiziellen Aufmachung an "Equilibrium"; und auch ansonsten orientiert sich Wimmer sehr stark an seinem Achtungserfolg. Die Story ist nicht der Rede wert, zu viele Fragen bleiben offen, und auch die Motivation der Hauptdarstellerin wird nie wirklich erklärt. Warum fängt sie auf einmal an, den Jungen zu beschützen... Warum stellt sie sich auf einmal ihren Auftraggebern in den Weg? Warum, warum, warum? Antworten umgeht Wimmer mehr oder weniger geschickt. Selbst die für ihn typischen kritischen Tendenzen zu totalitären Regimen gehen in der überfrachteten Story komplett unter. Viel mehr reiht er eine Actionszene an die Nächste; und die sehen durch das mangelnde Budget auch nicht gerade hübsch aus; auch wenn sie irgendwo ihren ganz eigenen Reiz haben. Letztlich fehlt es aber auch bei der Optik an der nötigen Konsequenz. Und so wirken die "Realszenen" auch recht künstlich und fügen sich nicht so wirklich in das Gesamtbild ein.
Schade, irgendwie mag ich den Wimmer ja auch. Und dass er mit seinen Filmen mehr ausdrücken möchte, als er es letztlich macht, kaufe ich ihm auch gerne ab. Dem Zuschauer aber solch ein unfertiges Werk vorzusetzen, ist eine Frechheit. "Equilibrium" war ganz in Ordnung; aber mit "Ultraviolet" zeigt Wimmer, dass er dann doch besser NUR Drehbücher schreiben sollte, als dann auch auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen...
Die Insel

Immer wieder ein nett anzusehender Sci-Fiction-Kracher mit superben Darstellern, die aber teilweise deutlich zu wenig Screentime besitzen (Michael Clarke Duncan). Ansonsten überzeugt der Film durch eine brisante Story und tollen Verfolgungsjagden.
Zwar geht dem Film nach der Hälfte der Laufzeit etwas die Puste aus, unterhaltsam ist er aber allemal...

Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Jarhead - Willkommen im Dreck

Einmal mehr beweist Regisseur Sam Mendes, dass er heutzutage zu den besten seines Faches gehört. Ein eindringlicher Anti-Kriegsfilm mit tollen Darstellern, opulenten Bildern - irgendwo zwischen schaurig und schön - und einem kongenialen Score von Mendes Stammkomponisten Thomas Newman. Äußerst fesselnd.


Einmal mehr beweist Regisseur Sam Mendes, dass er heutzutage zu den besten seines Faches gehört. Ein eindringlicher Anti-Kriegsfilm mit tollen Darstellern, opulenten Bildern - irgendwo zwischen schaurig und schön - und einem kongenialen Score von Mendes Stammkomponisten Thomas Newman. Äußerst fesselnd.
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Lucky Number Slevin

Ein etwas unausgegoren wirkender Genre-Cocktail, welcher vor allem durch sein unglaubliches Staraufgebot auffällt. Ansonsten leidet der Film unter seinen etwas zwanghaft wirkenden Dialogen und fehlendem Esprit. Trotzdem macht der Film Spaß, auch wenn die finale Pointe weniger überraschend ist, als sie gerne sein möchte.


Ein etwas unausgegoren wirkender Genre-Cocktail, welcher vor allem durch sein unglaubliches Staraufgebot auffällt. Ansonsten leidet der Film unter seinen etwas zwanghaft wirkenden Dialogen und fehlendem Esprit. Trotzdem macht der Film Spaß, auch wenn die finale Pointe weniger überraschend ist, als sie gerne sein möchte.

Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Bullitt

So, hab mir diesen "Klassiker" jetzt auch mal zu Gemüte geführt. Letztendlich hat er mich dann doch nicht so aus den Socken gehauen.
Peter Yates mischt seine austauschbare Krimi-Geschichte mit stereotypen Charakteren und fährt damit so weit ganz solide. Angereichert wird das Konglomerat mit einer haarsträubenden, sehr coolen Autoverfolgungsjagd, welche (für damalige Verhältnisse) extrem flott und spektakulär inszeniert wurde. Ansonsten gibt es nichts wirklich besonderes zu vermelden.
Zusammenfassend erreichte der Film wohl vor allem durch seine handwerkliche Perfektion Kultstatus, und weniger durch seine höchstens halbwegs so geniale Erzählweise.


So, hab mir diesen "Klassiker" jetzt auch mal zu Gemüte geführt. Letztendlich hat er mich dann doch nicht so aus den Socken gehauen.
Peter Yates mischt seine austauschbare Krimi-Geschichte mit stereotypen Charakteren und fährt damit so weit ganz solide. Angereichert wird das Konglomerat mit einer haarsträubenden, sehr coolen Autoverfolgungsjagd, welche (für damalige Verhältnisse) extrem flott und spektakulär inszeniert wurde. Ansonsten gibt es nichts wirklich besonderes zu vermelden.
Zusammenfassend erreichte der Film wohl vor allem durch seine handwerkliche Perfektion Kultstatus, und weniger durch seine höchstens halbwegs so geniale Erzählweise.

Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Chaos

Mit Jason Statham und Wesley Snipes in den Hauptrollen dürfte man als Fan eine ordentliche Portion Action erwarten, die aber letztendlich größtenteils ausbleibt. Zwar zischt und kracht es so ziemlich alle 10 Minuten irgendwo auf der Leinwand, aber so richtig aus dem Hocker reißt das Gezeigte dann nicht wirklich. Zu unspektakulär und beliebig präsentiert sich der Film. Auch die Story ist alles andere als nennenswert und erweist sich als etwas unausgegorene Variation des soliden "Inside Man" mit D. Washington. Die Schlusspointe kommt dann doch recht überraschend und rettet den Film vor dem Totalabsturz.
Insgesamt kein schlechter Film, welcher vor allem durch sein Staraufgebot glänzt, sich aber keinesfalls über das Mittelfeld schlagen kann.


Mit Jason Statham und Wesley Snipes in den Hauptrollen dürfte man als Fan eine ordentliche Portion Action erwarten, die aber letztendlich größtenteils ausbleibt. Zwar zischt und kracht es so ziemlich alle 10 Minuten irgendwo auf der Leinwand, aber so richtig aus dem Hocker reißt das Gezeigte dann nicht wirklich. Zu unspektakulär und beliebig präsentiert sich der Film. Auch die Story ist alles andere als nennenswert und erweist sich als etwas unausgegorene Variation des soliden "Inside Man" mit D. Washington. Die Schlusspointe kommt dann doch recht überraschend und rettet den Film vor dem Totalabsturz.
Insgesamt kein schlechter Film, welcher vor allem durch sein Staraufgebot glänzt, sich aber keinesfalls über das Mittelfeld schlagen kann.
Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Cronos

Optisch sehr ansprechend umgesetztes Horrordrama, welches seine Stärken aus der handwerklichen Perfektion Del Toros bezieht und weniger durch seine unausgeklügelten Dramaturgie, welche dem Film bisweilen sehr zu schaffen macht.
Kalifornia

Der Film macht stets eine gute Figur, und darf einerseits als Charakterdrama, als auch als Entertainer vollauf punkten; auch wenn dieses Konglomerat nicht immer zu 100% zündet.


Optisch sehr ansprechend umgesetztes Horrordrama, welches seine Stärken aus der handwerklichen Perfektion Del Toros bezieht und weniger durch seine unausgeklügelten Dramaturgie, welche dem Film bisweilen sehr zu schaffen macht.
Kalifornia

Der Film macht stets eine gute Figur, und darf einerseits als Charakterdrama, als auch als Entertainer vollauf punkten; auch wenn dieses Konglomerat nicht immer zu 100% zündet.

Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
- LivingDead
- Action Fan

- Beiträge: 3785
- Registriert: 06.06.2006, 14:13
- Wohnort: Oldenburg
Exiled

Johnny To konnte seine Fans mit seinen letzten Filmen nicht wirklich zufrieden stellen. „PTU“ und „Breaking News“ präsentierten sich als zu unausgegoren; mit „Election“ konnte er nur teilweise überzeugen. Mit „Exiled“ lieferte To dann wieder einen waschechten Actioner ab, welcher vor allem durch seine markanten Western-Motive im Eastern-Ambiente Akzente setzt. Die Verbindung dieses Genres mit dem Heroic-Bloodshed erzeugt eine durchaus unikale Atmosphäre, die, durch Tos attraktiven Kamerafahrten durch die von Blei und Dunst dominierten Räume unterstützend, eine erstklassige Actionplatte auftischt.
Leider enttäuscht der Film durch seine fehlende Konsequenz. Der Subplot um einen Polizisten, welcher kurz vor seiner Pensionierung steht und im Kontext für etwas mehr Humor sorgen soll, wirkt wie ein Kropf. Solche und ähnliche Fauxpas leistet sich To in seinem Heroic-Bloodshed-Vertreter leider immer wieder, wodurch es dem Film letztlich an Stringenz und Kontinuität mangelt.
Dennoch versteht es To immer noch bestens die Actionszenen atemberaubend umzusetzen und der Score lässt sich getrost als einmalig bezeichnen; eine solch abwechslungsreiche und harmonische Musik hört man nicht oft im asiatischen Kino.
Im Ganzen ein sehr unterhaltsamer Streifen, welcher durch seine durchgestylten Bilder, den coolen Actionszenen und einem fantastischen Score besticht.


Johnny To konnte seine Fans mit seinen letzten Filmen nicht wirklich zufrieden stellen. „PTU“ und „Breaking News“ präsentierten sich als zu unausgegoren; mit „Election“ konnte er nur teilweise überzeugen. Mit „Exiled“ lieferte To dann wieder einen waschechten Actioner ab, welcher vor allem durch seine markanten Western-Motive im Eastern-Ambiente Akzente setzt. Die Verbindung dieses Genres mit dem Heroic-Bloodshed erzeugt eine durchaus unikale Atmosphäre, die, durch Tos attraktiven Kamerafahrten durch die von Blei und Dunst dominierten Räume unterstützend, eine erstklassige Actionplatte auftischt.
Leider enttäuscht der Film durch seine fehlende Konsequenz. Der Subplot um einen Polizisten, welcher kurz vor seiner Pensionierung steht und im Kontext für etwas mehr Humor sorgen soll, wirkt wie ein Kropf. Solche und ähnliche Fauxpas leistet sich To in seinem Heroic-Bloodshed-Vertreter leider immer wieder, wodurch es dem Film letztlich an Stringenz und Kontinuität mangelt.
Dennoch versteht es To immer noch bestens die Actionszenen atemberaubend umzusetzen und der Score lässt sich getrost als einmalig bezeichnen; eine solch abwechslungsreiche und harmonische Musik hört man nicht oft im asiatischen Kino.
Im Ganzen ein sehr unterhaltsamer Streifen, welcher durch seine durchgestylten Bilder, den coolen Actionszenen und einem fantastischen Score besticht.

Mit freundlichem Gruß
LivingDead
LivingDead
Man wird ja wohl mal ein paar Allgemeinplätze erstellen dürfen. ;) Ausnahmen gibts natürlich immer, aber dass Johnnyboy mit den drei genannten Filmen nicht gerade Meisterwerke erschaffen hat, ist ja wohl (fast) unbestritten...wolfman hat geschrieben:Du solltest da nur für dich sprechen!LivingDead hat geschrieben:Johnny To konnte seine Fans mit seinen letzten Filmen nicht wirklich zufrieden stellen.
- daemonicus
- Action Prolet

- Beiträge: 2433
- Registriert: 01.12.2005, 17:17
- Wohnort: Berlin
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


